Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

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Club der untoten Dichter

Ein Hospital für alle diejenigen, die an der unheilbaren Krankheit "latentia poesitis" erkrankt sind.

Aufgabe der Mitglieder wirde es sein, sich der Dichtkunst, Prosa, Lyrik, oder wie auch immer bezeichnet, zu verschreiben und diese mit Wort und Tat in diesem Salon zu fördern und zu gestalten.

"Die Prosa des Steampunkers nennt man ZYLINDERKOPFDICHTUNG"

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Diskussionsforum

Makabere Ergüsse

Gestartet von Dilo Lompazius. Letzte Antwort von Nathan Kinderling 27. Apr 2016. 4 Antworten

Spieglein Spieglein an der Wand,wer hat meinen Buchhalter noch gekannt?Er war geflüchtet aus dem Land.Und als man ihn dann erhängt auf dem Dachboden einer Mansarde fand,mit durchuriniertem Gewand,da…Fortfahren

Limericks

Gestartet von Doc Damyrev. Letzte Antwort von Nathan Kinderling 11. Apr 2016. 36 Antworten

Eine Gruppe von Dichtungen fehlt hier offenbar "bis anhin", wie der Schweizer sagt: Limericks. In Freiburg gibt es eine Fabrik für Zigarettenfilter, aber: Man ist von hehrem grünem Anstrich und es…Fortfahren

Haiku

Gestartet von Eusebius van den Boom. Letzte Antwort von Eusebius van den Boom 23. Jul 2015. 6 Antworten

Der japanische Haiku ("lustiger Vers") und sein naher Verwandter, der Senryu, sind mit 17 Moren (Sprechzeiteinheiten, im Deutschen meist als Silben dargestellt) in der Unterteilung 5-7-5 die…Fortfahren

ottos sohn

Gestartet von Eusebius van den Boom. Letzte Antwort von Remington Brass 14. Feb 2015. 13 Antworten

ottos sohneusebius v.d. boom/u.k. - frei nach ernst jandlotto tobtotto drohtotto motzt: torfkopp!ottos sohn schmolltottos sohn trotztotto: fort, sohn fort !ottos sohn trollt fortotto: so!ottos sohn:…Fortfahren

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Kommentar von Michelle von Muomina am 26. Januar 2016 um 11:29pm

(Nord)Irland

Die Wellen zerbersten an den Felsen,

Der Wind peitscht um die Häuser,

Um jahrhundert alte Gemäuer.

Dort, wo einst Könige herrschten

oder Riesen kämpften,

tummeln sich heute Touristen, stets darauf bedacht

Alles zu dokumentieren.

Doch wenn die Nacht anbricht und alles schläft,

kann man die alten Legenden spüren

und manchmal sehen.

Dann tanzen die Feen mit den Geistern,

singen Banshees mit Kobolden

bis der Morgen kommt

und alles wieder von vorne beginnt. 

Kommentar von Raban Egavas am 26. Januar 2016 um 1:25pm

Sehr geehrte Freunde der Wortkunst,

ich würde gern die Möglichkeit nutzen, um Ihnen eines meiner "Werke" vorzustellen. Ich schreibe bevorzugt in Vers libre. Kritik und Anregungen stehe ich jederzeit offen gegenüber.

Die See.


Noch wabert Nebel in der Bucht,
 so schön in wolkenloser Nacht.
Mondlicht glitzert, Sterne funkeln,
 ruhig fast friedlich liegt Sie da.
*
*
Die Glocke schlägt zum achten Mal.
Bunte Wimpel sind geschmückt
und alle Segel sind gesetzt.
Vom Kai klingt ein „Lebt Wohl“ herüber.

Das Land verschwindet aus dem Blick,
 ein letzter Möwenschrei zum Gruß.
Ahoi bis bald geliebte Heimat,
 doch werden wir uns wieder sehen?

Die Sonne steigt der Wind frischt auf,
 ein Lied klingt übers Deck.
Zehn Knoten dank der guten Brise,
 die Welt, sie fliegt nur so vorbei.

Ein Dunkler Streif am Horizont,
ein Donnergrollen rollt heran.
Tief taucht der Bug, die Tampen ächzen.
„Zurrt Fest, Holt Dicht“

Der Sturm,
er pfeifft, er heult
Der Mast,
er splittert, bricht
Die Segel
verschlissen, zerrissen
Die Ladung
zerbrochen,
fortgespült.

Ein Brecher holt sie fort die Männer.
Das Schiff es rast nur so dahin.
Gischt und Tränen in den Augen.
Kein Kurs ist mehr zu halten.

Sie öffnet gierig Ihren Schlund.
Ein Gebet fliegt Gott entgegen.
Lautes Getöse, die Welle bricht,
 nimmt alles mit sich auf den Grund
*
*
Nicht einmal ein Windhauch weht
So schön in wolkenloser Nacht
Mondlicht glitzert, Sterne funkeln
Ruhig fast friedlich liegt Sie da
Kommentar von Marie von Wolfshagen am 30. Juli 2015 um 2:41pm

Kanalgrotte drei

 

Verwaistes Zimmer zu vermieten, stand schwarz gedruckt auf dem Papier,

in netter Wohngemeinschaft, supergünstig!

Mensch, denkt Lars, das Schnapp ich mir.

 

Schnell die Nummer eingegeben, auf dem roten Telefon.

Freizeichen erklingt am andren Ende, doch dann hört er diesen Ton:

„Ja bitte, wer spricht?

„Lars Habenicht.

Ich rufe an wegen dem Zimmer,

kann ich vorbei kommen, es anschauen?“ „Aber gerne, immer.“

„Wie ist denn die Anschrift, ich komm gleich vorbei.“

„Plitschenwabbelsdorf, Kanalgrotte drei.“

„Ok, bis nachher, so gegen halb zwei.“

 

Viertel nach eins, die Aufregung steigt, als er vor dem Haus angekommen.

Es ist eine Villa, aus der Gründerzeit, er fühlt sich jetzt doch etwas beklommen.

Lars drückt auf die Klingel und wartet dann ab.

Dann hört er die Schritte, trip, trap, trip, trap

Die Tür wird geöffnet, und an ihm hinauf und hinab

Gleiten die Blicke von zehn Augenpaaren.

„Hallo Herr Habenicht, wie neugierig wir schon waren.

Wir fragten uns: Wie er wohl aussieht? Hält er das, was sein Name verspricht?

Gott sei Dank, diese Befürchtung bewahrheitet sich nicht!“

 

Lars trat ein, besichtigte den Raum,

es wurde viel besprochen,

er hörte den Preis und glaubte es kaum,

aber dann hat sich ein Verdacht in seinem Hirn verkrochen,

Ne Mutter mit neun Kindern, hat ihm grad noch gefehlt.

Sie sucht wohl nen Vater für ihre neun Blagen,

doch das tat ihm gar nicht behagen.

Sein Verstand schrie:“ Nimm schnell Reißaus, bevor es zu spät.“

Die Zehn waren alles, nur keine WG.

 

Kommentar von Eusebius van den Boom am 3. April 2015 um 1:02am

Minnelied

Du büs die Minne

Ick bin dä Dinne

Wat ick hev im Sinne?

Lot uns verschwinne!

Kommentar von Doc Damyrev am 15. Februar 2015 um 11:07am

Teil 2:

Das Löwenmännchen und sein großes Rudel waren seit Tagen durch die Savanne gestreift. Siehatten ihren Hunger nicht stillen können – kein Tier war ihnen über den Weg gelaufen, und ihre Bäuche knurrten. Sie liefen in Richtung der Wasserstelle, in der Hoffnung, dort endlich Beutetiere finden zu können.
 
Plötzlich sah eine Löwin Borbo.
 
Sie lief zu ihrem Rudel, um es zu alarmieren. Gierig machte sich das Rudel auf den Weg, um den großen Hunger zu stillen.
Borbo hatte inzwischen gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Er blieb verwirrt stehen, drehte sich um – und rannte dann zurück Richtung Wasserstelle. Währenddessen näherten sich die Löwen und fingen an, Borbo immer enger zu umkreisen. Sie wollten gerade angreifen – da dröhnte plötzlich die Erde! An der Spitze einer riesigen Staubwolke rannte der mächtige Elefantenbulle Gorgos auf den Löwen zu, als dieser gerade von hinten in immer schnellerem Lauf Borbo angreifen wollte – stellte sich dem Löwen in den Weg, der verschreckt stehenblieb – und griff ihn an, wirbelte ihn mit dem Rüssel durch die Luft.
 
Währenddessen nahm die übrige Elefantenherde den kleinen Borbo in ihrer Mitte auf und drängte in geschlossener Formation auf das Löwenrudel zu. Die Löwen wichen vor dieser Übermacht zurück und mussten schließlich das Weite suchen – gegen diese Übermacht konnten sie nichts ausrichten.
 
Die alte Elefantenkuh Gorana hatte nämlich gemerkt, dass ein Mitglied ihres Rudels fehlte. Hatte tief brummend Gorgos und die übrigen Herdenelefanten auf das Fehlen von Borbo aufmerksam gemacht. Und so die ganze Herde dazu gebracht, den fehlenden Elefantenjungen zu suchen. So schnell würden sie keines ihrer Mitglieder alleine lassen.
 
Tief brummend empfing Gorana den kleinen Borbo, der ihr seinen Rüssel dankbar und erleichtert entgegenstreckte. Sie verschlung den Ihren um sein kleines Rüsselchen.
 
In Zukunft würde Borbo seine Herde nicht mehr aus den Augen lassen...
 
Und so zog die Herde langsam weiter, erneut zu dem großen Wasserloch, um sich noch einmal zu erfrischen, nach dem hitzigen gefecht. Die Löwen würden sich etwas anderes zu fressen finden müssen…
 
Kommentar von Doc Damyrev am 15. Februar 2015 um 11:07am

Apropos Elefanten:

Teil 1: Der kleine Borbo plantschte vergnügt im Wasser. Vor einer Stunde hatte seine Herde die Wasserstelle erreicht, und seitdem bespritzten sich alle aus ihren Rüsseln mit Wasser, tauchten tief in das kühle und erfrischende Wasser ein und aalten und suhlten ihre mächtigen Körper darin. Es war wie ein kleines Fest. Endlich der drückenden Sonne in der Savanne entkommen und Abkühlung. Selbstvergessen gaben sich alle dem Vergnügen hin, nachdem sie in den Tagen zuvor, auf dem Marsch zur Wasserstelle, immer nur an kleinsten Wassergängen gerade einmal durch ihre Rüssel ein notwendiges Minimum an Wasser hatten aufsaugen können. Doch nun genossen sie den schieren Überfluss.
 
Borbo entfernte sich ein wenig von der Herde. Da seine Mutter vor kurzem von einem Wilderer kaltblütig umgebracht worden war, wurde er von den übrigen Elefantenkühen beschützt, eine hatte ihn praktisch adoptiert. Doch er genoss es, alleine im Wasser zu spielen und zu toben. Er fand eine Stelle hinter einem Felsen, die gerade so tief war, dass er bis zu den Schultern darin eintauchen konnte.
 
Die Herde machte sich schließlich wieder auf den Weg. Der kleine adoptierte Waise Borbo jedoch – er war so vertieft und so glückselig in sein Wasserloch versunken, dass er gar nicht mitbekam, wie die Herde aufbrach und sich laut trompetend und brummend auf den Weg machte. Als er schließlich auftauchte, war die Herde schon außer Sichtweite hinter einem Hügel verschwunden. Erschreckt stellte er fest, dass er alleine war. Suchte nach seinen Kameraden. Doch die waren verschwunden. Er roch vorsichtig am Boden, bis er einen Geruch wahrnahm – und folgte diesem Geruch. Fand einen riesigen Haufen - es war ein Haufen, den seine Adoptivmutter abgesetzt hatte. Er machte sich auf den Weg und folgte den Spuren auf dem Boden.
 
Vor lauter Aufregung merkte er aber gar nicht, dass er in die falsche Richtung lief: Er verfolgte die Spur, die seine Herde gelegt hatte, als sie zu der Wasserstelle gekommen war. Doch er trottete eilig los, in der kindlichen Gewissheit, hinter seiner Herde herzulaufen und sie bald zu finden. Trottete und trottete und entfernte sich so immer weiter von dem Wasserloch.
 
Teil 2 folgt gleich (Oh limitierte Wortzahl)
Kommentar von Remington Brass am 14. Februar 2015 um 10:36am

Lieber Freund,

Yves Klein hätte gewiss seinen Spaß gehabt an Ihrem Vierzeiler; ich auch!

Remington

Kommentar von Eusebius van den Boom am 14. Februar 2015 um 2:53am

Monochrom

Eusebius v.d. Boom / U.K.

Der Elefant ist grau

genau wie seine Frau,

und alle übrigen Verwandten

sind auch nur graue Elefanten.

Kommentar von Marie von Wolfshagen am 28. Dezember 2014 um 3:25pm
Mit folgendem Gedicht möchte ich mich einreihen, in die illustre Gesellschaft der Untoten Dichter, und mich herzlich für die Aufnahme bedanken.
Der Poet

Sinnend im Stuhl er sitzt

Den Blick ins Innere gerichtet

Den Stift in der Hand –

Gespitzt –

Zum Schreiben bereit

Papier auf dem Schoße liegt

In unschuldigem Weiß

Gedanken des Poeten

Durchs Universum fliegen

Auf Flügeln aus Poesie

Worte sitzen – ungeschliffen –

Warten auf des Meisters Federstrich

Der sie sanft poliert

Und einer Kette gleich

Aneinander reiht wie Perlen

Es fügt sich Wort an Wort

Der Dichter sieht den Sinn

Er schreibt fein säuberlich

Die Sätze vor sich hin

Ihre Marie von Wolfshagen

Kommentar von Ciel Michaelis am 18. Juli 2014 um 6:32pm

Eine Uhr zeigt die Zeit,

aber die wahre Zeit wird sie nie zeigen.

Ihr ist es egal, welcher Tag heute ist,

sie zeigt auch noch die Zeit, wenn du nicht mehr bist.

 

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