Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Ich grüße die Ætas Ætheria Nova!

Einer der Hauptgründe für den Zusammenschluss einiger junger Bastler und Denker zur Ætas Nova war der Austausch über Literatur, Kinematographie und Differenzmaschinen-Spiele. So leite ich hiermit eine kleine Reihe ein, in welcher ich über mir bekannte Bücher, Filme und Spiele berichte, die in die von uns zelebrierte Welt passen.

Ich beginne mit Machinarium. Das Point-and-Click-Adventure wurde 2009 von den Tschechischen Studios „Amanita Design“ veröffentlicht und ist neben der offiziellen Website auch auf Steam verfügbar. Schon vor einiger Zeit stieß ich auf die Demoversion von Machinarium, welche man dank der Umsetzung in Adobe Flash auf der Website im Browser spielen kann und war hellauf begeistert. Nun wo ich mein Abi hinter mir hatte und freizeitmäßig 24/7 ohne wirkliche Aufgabe war suchte ich auf Steam nach Machinarium und wurde fündig. Zu meiner Freude war das Spiel im Summer-Sale sogar noch um 70% auf 3€ reduziert. Jedoch sei meinerseits versichert, dass sich auch der Vollpreis von 10€ für das Spiel lohnt. Ich bin nach nun 4 Stunden Spielzeit gefühlt auf der Hälfte angekommen und wurde bisher nur zufriedengestellt.

Aus dem Hauptmenü geht es direkt zum ersten Schauplatz über. Man sieht einen Schrottplatz. Ein großer mechanischer Käfer kommt angeflogen, öffnet eine Klappe und lässt allerlei Zeug auf die Metallberge fallen. Ein kleiner Roboter ist auch dabei, er geht jedoch kaputt. Im Verlauf des ersten Levels muss man nun Arme und Beine wieder anbringen und lernt dabei mit der Umwelt zu interagieren. Der Handlungsbereich ist eingeschränkt, nur in einem engen Kreis um den Kopf des Blechmannes lassen sich Teile einsammeln und Ereignisse auslösen. Allerdings kann Josef, wie der Roboter laut Wikipedia heißt sich strecken und bücken, sowie laufen. Mit ein wenig herumrätseln ist der erste Teil geschafft; die Aufgaben werden mit der Zeit umfangreicher, komplizierter und vor allem zeitaufwändiger.

Die Grafik ist zeichnerisch gehalten, die Bilder wimmeln grade nur so von Details. Überall lässt sich etwas entdecken, viele Hinweise finden sich erst auf den zweiten Blick. Schon im Hauptmenü lässt sich in der Ferne eine Stadt erkennen – sie besteht aus hohen Stahltürmen, die durch Brücken und Rohre miteinander verbunden sind. Die etwas öde und lieblose Spielwelt wird dominiert von heruntergekommenen Gebäuden, die dennoch Leben ausstrahlen, obwohl in ihnen „nur“ Roboter wohnen. Verwinkelte Gassen und Treppchen, Blumentöpfe auf den Fensterbrettern, Moos zwischen den Steinen, Musik die aus einem Plattenspieler kommt – all dies sorgt für eine angenehm ruhige Atmosphäre. Ebenfalls tragen Musik und Hintergrundgeräusche dazu bei.

Für alle, die ruhige, spannende und liebevoll erzählte Abenteuer schätzen ist Machinarium auf jeden Fall zu empfehlen. Mich für meinen Teil lässt es nicht mehr los, auch wenn ich hinzufügen muss, dass einige wenige Rätsel doch echt kniffelig sind…

Zur Website: http://machinarium.net/

Es grüßt
Der Admiral

Tags: Der Admiral, Machinarium, Point and Click, Spiele

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Antworten auf diese Diskussion

Geschätzter Herr Admiral,

dieses Adventure gefällt mir durchaus. Ich habe die Demo gespielt und mir sogleich die Vollversion gegönnt. Vielen Dank für diesen hilfreichen Tipp! 

Ihr Don Meles

Lieber Freund!

Es erfreut mich sehr ihren Geschmack getroffen zu haben. Ich habe es soeben durchgespielt, und bin immer noch hin und weg :D Soeben den Soundtrack erstanden um den Entwicklern noch etwas zukommen zu lassen. Selbiger dudelt jetzt rauf und runter.

Viel Spaß wünscht
Der Admiral

Don Texugo Meles sagt:

Geschätzter Herr Admiral,

dieses Adventure gefällt mir durchaus. Ich habe die Demo gespielt und mir sogleich die Vollversion gegönnt. Vielen Dank für diesen hilfreichen Tipp! 

Ihr Don Meles

Ich will die Diskussion mal wieder in Gang bringen und in den Bereich der Literatur gehen.

Das Buch, was ich empfehlen will, nennt sich "Die Differenzmaschine". Ein doch recht bekanntes Werk. Der Plot spielt zur Zeit des Krimkrieges in England, wo sich die Spuren der Industrialisierung immer stärker bemerkbar machen. Das Buch beinhaltet mehrere Handlungsstränge, die auf irgendwelcher Weise miteinander verknüpft sind. Die elementaren Dinge des Buches sind einerseits die starke Anlehnung an den historischen Kontext der damaligen Zeit und dass alles über Rechenmaschinen funktioniert, die mit Lochkarten betrieben werden.

Ich gebe zu, es ist im ersten Drittel des Buches etwas schwierig, sich einzufinden. Aber sobald man in den gedruckten Wörtern versunken ist, will man nicht mehr auftauchen. 

Einen schönen Abend wünscht,

Friedrich Graf von Reichenhall

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