Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Geschätzte Mitreisende,

Des öfteren habe ich mich schon gefragt:

Was trägt wohl diese oder jene Person hier auf der Anastasia so als Kopfschmuck?

So denke ich, sei es nun eine Frau oder ein Mann, ein jeder hat sicherlich auch seinen ganz persönlichen Favoriten, der bei Gelegenheit zur Schau getragen wird. 

Ich mache den Anfang und stelle hier meinen Zylinder vor.

Mein ganzes Berufsleben habe ich im grafischen Gewerbe, in der Druckvorstufe, in der Bildbearbeitung verbracht. Vor vielen Jahren, also vor der Digitalisierung war der "Fadenzähler", also eine Art Lupe  ein unverzichtbares Kontrollinstrument des Lithografen. Hier an meinem geliebten Kopfschmuck befinden sich einige schöne Sammlerstücke aus dieser vergangenen Zeit. Die Goggles sind aufgewertet mit Filtern und Nahaufnahme-Linsen meiner alten Nikon F2 aus den Siebziger Jahren. In der Mitte und als zentraler Blickpunkt ist eine kleine Taschenuhr, ein Erbstück meines Grossvaters zu sehen.

Ich würde mich ausserordentlich freuen, wenn Sie hier Ihre eigenen Kreationen mit einer kleinen Geschichte dazu vorstellen würden.

Mit erwartungsvollen Grüssen

Baron Christian von Helvetien.

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Guten Abend in die Schweiz,

einen Goggle-o-mat hatten lange nicht mehr, vielen Dank.

Ich hab immer wieder das Problem, das der vordere Teil zu schwer wird, ich hab also immer die falschen Dekoideen ;-)

Schöne Idee, schöne Umsetzung, danke Ihnen für das Vorstellen hier.

Ihr T.v.Phone

Werter Herr Teleman von Phone,

Na, dann bin ich ja nicht der einzige mit diesem Gewichts-Problem.

Obwohl er perfekt auf meine Kopfform passt, wird das Tragen dieses Zylinders nach einer Stunde mühsam bis unerträglich.

Lästig sind danach auch die Abdrücke an der Stirn. Nun Schönheit muss leiden!!!

Freundlichst

Baron Christian von Helvetien

Guten Abend,

An meinem Zylinder habe ich mittlerweile oft herumgebastelt. Es ist mein erstes Kleidungsstück und auch das erste, was ich bearbeitet hatte. Im großen und ganzen repräsentiert der Hut mit allem drum und dran mich selbst. Einem jeden fallen wohl als erstes die beiden Metallpfeifen ins Auge, symbolisch für meine Tätigkeit als Organist und nun als angehender Orgelbauer. Die kleine Holzpfeife auf der anderen Seite kam erst kürzlich hinzu, Marke Eigenbau, da ich für die schweren Metallpfeifen ein Gegengewicht auf der anderen Seite brauchte. Eine Seraphonenpfeife, bzw. eine Attrappe dieser, da ich es nicht geschafft hatte, jene Pfeife auch zum erklingen zu bringen. Seraphonpfeifen sind ausgesprochen selten und ihre Besonderheit ist es, zwei Labien ("Mundöffnungen") zu haben. Aber da ich ja noch gerade im ersten Ausbildungsjahr bin, kann man wohl nicht von mir verlangen, schon so komplexe Pfeifen herstellen zu können^^

Das Kreuz vorne mit dem Zahnrad als Heiligenschein ist stellvertretend als Symbol für meine Arbeit als Organist und als praktizierender Christ. Zur Verschönerung hatte ich zwischenzeitlich noch das schwarze Plastikhutband entfernt und es durch eines aus braunem Leder ersetzt, sowie an der Seite noch ´n paar Zahnräder angenäht.

So viel zu der Geschichte zu meinem Synapsenwärmer. Ich hoffe, ich konnte etwas interessantes beisteuern.

Hochachtungsvoll,

Friedrich Graf von Reichenhall

Guten Tag, werte Mitreisende,

Eine wunderbare Idee, diese Parade der Kopfbedeckungen. Da schließe ich mich gerne an:

Mein Zylinder ist ein sogenannter Chapeau Clac.

Geclact habe ich ihn allerdings ,aus Angst ihn zu beschädigen, nie. Er ist aus den 1920er Jahren und aus dem Trödelfundus meiner Gemalin.

Allerdings scheint er auf mich gewartet zu haben, denn er passt wie angegossen. Nach einiger Zeit spüre ich ihn fast nicht mehr.

Gegossen sind auch alle Brillenelemente, und zwar aus extrem robustem Kunststoff (ja,ja, ich weiß...ist unsteamig), aus eigener modularer Manufaktur.

Daher bleibe ich von der Gewichtsproblematik beim Tragen verschont. Auch habe ich bereits ein Sortiment an Brillen für alle Epochen und Anlässe.

Mit den Besten Grüßen aus dem vereisten Frankenland

Claus von Eulenstein

Werter Herr Graf von Reichenhall,

Danke fürs Präsentieren Ihres originellen Kopfschmucks. Es spiegelt sehr stark Ihre innere Haltung und Ihre religiöse Lebensauffassung. Ich denke zusammen mit der passenden Gewandung ergibt das einen starken Auftritt bei so mancher Veranstaltung. Chapeau!

Freundlichst 

Baron Christian von Helvetien

Werter Herr von Eulenstein,

Ein wirklich sehr elegantes Stück von Zylinder, den Sie uns hier zeigen. Die Kunststoffteile sind ganz und gar kein Problem, jedenfalls für mich nicht. Alles selbst entworfen, gegossen, bemalt, lackiert.

Ja,wenn das nicht das noble Werk eines ideenreichen Steampunkers ist!  

Hochachtungsvoll

Baron Christian von Helvetien

Ob über oder  unter Wasser:

Ein Octopus ist immer kleidsam...

MUUHARHARHAR, großartig, Herr von Sterneisen.

Krakige Grüße

Claus von Eulenstein

Werter Herr von Sterneisen,

Das ist ein aufsehen-erregendes Stück das Sie bestimmt rasch in den Mittelpunkt jeglicher Gesellschaft bringt. Eine geniale Hut-Kreation die sogar die kühnsten Vorstellungen auf den Kopf stellt und alles bisherige in den Schatten bzw. unter Wasser stellt.

Bewundernde Grüsse

Baron Christian von Helvetien.

Ja und weder für Herr oder Frau gebunden.

Sprich Krakender-Kopfbedeckung

Werter Baron,

meine Kopfbedeckungen haben die Eigenart immer weiter zu wachsen.

wie sie zur Zeit aussehen ist dann anschließend in Zwei Bildern zu sehen

Mit freundlichen Grüßen

Hlin

Hochgeschätzte Frau Hlin

Zwei sehr schöne Exemplare, die Sie hier ins Bild setzen. Gefallen mir ganz vortrefflich.

Ich kann mir gut vorstellen, dass mit dem "Wachsen" auch das Gewicht entsprechend zunimmt, was bedauerlicherweise äusserst ungünstig für die tragende Person ist. Diese Erfahrung musste ich auch machen, was mich dann dazu brachte, auf meinem Haupt für ausreichende Bequemlichkeit zu sorgen. Speziell für Veranstaltungen erleichtere ich dann jeweils meinen Kopfschmuck um einige hundert Gramm.

Ich danke Ihnen fürs Zeigen Ihrer Objekte und grüsse Sie herzlich.

Baron Christian von Helvetien.

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