Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf diese Idee kam... Ich weiß nur noch, dass ich ein Tragegerät für den Rücken bauen wollte, mit möglichst vielen Funktionen.

Orientiert hatte ich mich einerseits an einen alten Werkzeugkoffer, andererseits an dem alten Armeetornister meines Urgroßvaters, welcher auch als "Affe" bekannt gewesen war. Es ging mir bei dieser Arbeit nicht um den militärischen Aspekt, sondern, wie gesagt, darum, möglichst viele Funktionen zu haben. Das ist mir geglückt, wie ich finde. 

Will man zu einem Picknick, kein Problem. Besteck und Geschirr, sowie weitere Utensilien können leicht hineingestellt und befestigt werden. Ist man auf einem Festival, so kann man Werkzeug mitnehmen. Irgendwem fällt immer mal ein Zahnrad ab oder es lockert sich eine Schraube. Oder, man ist auf einer Open Air Veranstaltung ganztägig, der Morgen ist noch recht frisch aber der Nachmittag warm, so kann man bequem wie beim "Affen" früher den Mantel als Rolle über den Rahmen befestigen.

Wie gesagt, die Verwendungsmöglichkeiten sind zahlreich. Aber nun erstmal die Bilder, damit man sich auch etwas unter meinen Worten vorstellen kann:

Vorderansicht

Vorder- und Seitenansicht

Ich hatte, wie beim Tornister von meinem Urgroßvater, auf der Klappe die Vorrichtungen für die Halteriemen übernommen, ebenso wie die Vorrichtung an den Seiten und oben, auf der Klappe (wurden damals für die Mantel- und Zeltrolle verwendet).

Seiten- und Rückansicht

Die Grundidee der Tragegurte hatte ich beibehalten, ich hatte lediglich die Gurte nach außen verlegt. Das hat den Vorteil, dass an den Halterungen die Gurte beweglich sind. Dadurch kann man den Tornister leichter aufziehen.

Innenansicht

Durch die Haltevorrichtungen und die beiden Gurte kann ich nach belieben Gegenstände befestigen und fast jeden Gegenstand beliebiger Form transportieren. Die Schrauben oben hatte ich absichtlich nicht abgesägt. Wenn ich z.B., um das Beispiel mit dem Picknick aufzugreifen, einen Teller mitnehmen will, so kann ich an den Schrauben eine Haltevorrichtung befestigen. Nach Belieben kann ich immernoch im Nachhinein Vorrichtungen bauen, die an den beiden Schrauben befestigt wird.

Ansicht auf die Klappe von Innen

In die Klappe hatte ich einen Beutel eingenäht, um z.B. Kleinteile bequem transportieren zu können. Es war einer meiner ersten Nähversuche, weswegen die Nähte nicht ganz sauber und gerade sind. Nachträglich hatte ich um alle Kanten Leder aufgeleimt, zur Verstärkung der Stoffkanten (und um ein wenig meine miserablen Schneiderkünste zu verdecken^^)

Vorderansicht mit befestigten Geschirr

Ich weiß, optisch ähnelt es sehr stark seinem militärischen Vorbild (wozu das alte BW-Geschirr nicht unwesentlich beiträgt). Planungen, mit Verzierungen dem beizukommen, lies ich wieder fallen. Ich hätte dafür die ein oder andere Funktion aufgeben müssen. Wie gesagt, das Werkstück sollte möglichst vielseitig einsetzbar sein und zwangsweise musste der Zierrat etwas zu kurz kommen. Aber, ich persönlich finde, die dezente Verzierung fällt in keiner Weise negativ ins Gewicht.

Und so verbleibe ich Hochachtungsvoll, lassen Sie sich nicht zu sehr von den Festtagen stressen, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünscht

Friedrich Graf von Reichenhall

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Werter Herr von Reichenhall,

beim Betrachten der Photographien oben kam mir der unvergessene Otto Waalkes wieder in den Sinn, welcher damals - während seiner großen Zeit als Komiker - die staunende Öffentlichkeit u.a. darüber aufklärte, dass in einem Geldsack im wesentlichen Geld zu erwarten sei, in einem Brotsack Brot und in einem Rucksack ... na, eben Ruck.

Ich hoffe nun inständig, dass Ihnen eben jener Ruck nicht allzu heftig in die Glieder fahren wird, wenn Sie Ihr Universal-Tragegerät erstmalig voll bepackt schultern werden; im Gegenteil: ich wünsche Ihnen viel Spaß an und viel praktischen Nutzen von Ihrer Erfindung.

Remington Brass

Werter Graf von Reichenhall,

herzlichen Glückwunsch zu diesem Universalgenie von Rucksack. Getreu der Devise "Form follows function" ist Ihnen ein äußerst praktisches "Helferlein" gelungen.

Viel Vergnügen damit wünscht

Elisabeth Freifrau von Reitemeye

Sehr geehrter Herr Graf von Reichenhall,

da ist Ihnen ein wirklich schönes Stück gelungen. Und wie ich finde haben Sie nicht nur einen Sack genäht sonder einen Tornister welcher beim Abstellen nicht gleich in sich zusammen fällt.

Damit mehr als ein Ruck und einen Sack :)

Und die Nähte müssen krumm sein, sonst sieht es ja wie gekauft aus.

Ich wünschen Ihnen noch viel Spaß mit dem guten Stück und verbleibe

Hochachtungsvoll

Ing. Duerr

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