Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Werte Damen und Herren,

seit Längerem überlege ich nun schon, welche Sägenmaschine bei mir Einzug halten sollte.

Des Herren Brassens, unlängst erwähnte  Mini-Bandsäge übt da zum Beispiel einen schier unwiderstehlichen Reiz aus, kann aber nicht so recht innen ausschneiden, oder doch bei entsprechender Vorarbeit??

Ich säge eher hölzerne Rechtecke aus Platten,mit Ausschnitt, anstatt wüster Ziselierungen und Ornamente.

Die Ausschnitte ebenfalls rechtwinklig, zuweilen aber auch kreisrund.

Sicher fiele auch mal eine 2 cm starke Leiste an, aber das schafft auch meine Kreischsäge.

Obwohl, Gehrung wäre natürlich auch eine feine Sache...

Das wären die Hauptanforderungen, und gerade die winkligen Innenausschnitte bringen mich ins Grübeln.

Metall geradlinig sägen, Ablängen, wäre zusätzlich fantastisch, aus dem Rohr, der Platte oder dem Block - aber das ist wohl  eine andere Kategorie, ein anderes Werkzeug; lassen Sie mich also Ihre geschätzte Meinung hören, welch Gerät in allen Achsen gradlinig und rechtwinklig Holz zersägt, sofern es nicht doch eine vernünftige Kombinationssäge gäbe.

Nach eigenen Erfahrungen an selbst hochwertigem Gerät halte ich es eigentlich fast für illusorisch, exakt gerade und winklige Schnitte hinzubekommen; ein möglichst genaues Zuschneiden bei abschliessender Verschleifung wäre mir also eine weitere denkbare Option.

Mir selbst klingen meine eigenen Worte, als ob ich eine Kapp-und-Gehrungssäge, eine kleine Bandsäge und eine schnittgewaltige Metallsäge bräuchte, mit abschliessender Verschleifung zum Perfectuum.

Ich würde mich freuen, wenn alsbald schnittige Erfahrungswerte eingereicht würden.

Freundlichst,

F.F.Faltenbalg

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Den Plural haben Sie sauber hinbekommen, werter Herr Noctem!

Was ich brauche, weiss ich übrigens - nur wer es auch tut, ist noch etwas verschwommen.

Für meine wirklich dicke Brieftasche habe ich leider keinen Platz, nein, was aber nicht schadet, denn obwohl optimistisch geformt, ist selten was drin.

Da ich aber keinesfalls klafterweise Holz versägen werde, dürfte ein mittelmässiger Sägenfuhrpark genügen, es muss nun wirklich nicht von jeder Sorte eine hierstehen.

Ich lasse sacken, dann mache ich mich mal schlau, welchen Sägeblatt-Minimaldurchmesser eine Kapp/Zug/Gehrungssäge fasst, wegen der Innenschnitte; mir scheint das Prinzip jedenfalls für eine fulminante Ouvertüre zur Aufrüstung bestens geeignet.

Die Tischstichsäge, im Eigenbau, reizt meine Experimentiergene, muss ich zugeben, aber die Zeit, die Zeit...

Wegen des "ich will so ne Bandsäge" - Gedankens, hinterlistig vom Herrn Brass verpflanzt, werde ich wohl gegen mich selbst unerbittliche Härte richten müssen.

Die Decoupiersäge fällt mangels ordentlichem Sägetisch erst mal aus, aber ich mache bei meinem Ahn mal einige Versuchsschnitte.

Freundlichst dankend,

F.F.Faltenbalg.

Werter Herr Faltenbalg,

"... den Sinn einer Botschaft definiert stets deren Empfänger ..." so lehrt die Kommunikationstheorie, und so bestätigt es sich hier wieder in der Praxis: die "Hinterlist", welche Sie mir hinsichtlich des ich-will-so-ne-Bandsäge-Gedankens zuschreiben, entsprang einzig Ihren Synapsen - nicht den meinigen :-)

Aber eigentlich schreibe ich diese Zeilen, um noch mal kurz auf Ihre Randbemerkung hinsichtlich meiner Dekupiersäge einzugehen. Leider machte ich vor etlichen Jahren den Fehler, die preiswertere Proxxon-Dekupiersäge zu kaufen. Mit dem Ding konnte ich mich nie so recht anfreunden. Der Sägeblattwechsel ist eine Katastrophe, der Tisch ist viel zu klein, dazu nicht winkelverstellbar und der Hub ist nur minimal, was bedeutet, dass nur ein sehr kleiner Bereich des Sägeblattes genutzt wird und man beizeiten gezwungen ist, ein größtenteils noch scharfes Sägeblatt weg zu werfen. Kurz gesagt: diesen Eumel kann ich nicht empfehlen.

Was jedoch keineswegs bedeutet, dass Dekupiersägen nix taugten; im Gegenteil: für bastlerische Belange und Wünsche ist eine gute Dekupiersäge eine vorzügliche Wahl. Gründe dafür wurden weiter oben ja bereits reichlich ins Feld geführt. Nur wie Sie selbst schon durchblicken ließen: wer billig kauft, der kauft in der Regel doppelt. Ich schätze also, Sie werden meinen Fehler nicht begehen.

In diesem Sinne guten Einkauf wünscht

Remington Brass

Neinein, werter Herr Brass,

es ist schon so, dass die Synapsen in klassischer Manier auf eine Säge reagierten, die ich ohne Ihr Dazutun nie vernommen hätte - was Ihnen keinesfalls meinerseits vorgeworfen wird, im Gegenteil zeigten Sie ja die beindrückenden Möglichkeiten der Säge gleich mit auf, tja, und Hand hoch hier an Bord - wer will sowas nicht haben?

Ja, mein Rundumblick zeigte die Problematik des Laubsägblattwechsels an der Decoupiersäge bereits auf.

Aetherischen Jubelkritiken, meist noch in irgendeiner halbdirekten linken Anbindung an den Amazonasverkauf,  schenke ich keinerlei Beachtung, aber es lohnt vor dem Kauf auf leidvolles  Gestöhne zu reagieren.

Jenes vernahm ich, gar kläglich sogar, und  verband es sogleich mit den Schrecken meiner frühjugendlichen Laubsägearbeiten, wo ich ebenfalls laufend am gerissenen Blatt zu fiddeln hatte, welches da aber wenigstens freilag.

Recht herzlichen Dank für Ihren offenen und kritischen Nachtrag, ich bin in vollem Einklang mit Ihrem Statement.

Tatsächlich schaut mir die stationäre Stichsäge nach einer sinnvollen Alternative zur Decoupiere aus, für mich womöglich auch sinnvoller und effektiver einsetzbar.

Ähnlich kritisch wie den Preiswertproxxonsägeschwärmer beäuge ich noch  die 200 Euro-Variante der Kappsäge, Metabo hin, Metabo her.

Ich hatte die Geräte immer so um 350.- in Erinnerung, weshalb ich auch noch keine kaufte.

Nehm ich die Metallsägoption noch mit rein, werde ich wohl auch in dieser Preiskategorie landen, und sägende Metallvorbereitung ist momentan nicht ganz unbedeutend in meinen Werkhallen.

Ich lausche also weiterst auf etwaiges Gestöhne im Nätz, und die hiesigen Negativkritiken oder einschränkenden Gedanken waren mir bisher sehr hilfreich..

F.F.Faltenbalg

Werter Herr Faltenbalg,

eine Kapp und Klappersäge nenne ich nicht mein eigen, aus dem einfachen Grund das ich mir bei meinem Arbeitgeber ab und an mal eine ausschnorren kann wenn ich sie wirklich Daheim benötige. Der Nachteil dabei: im holzzerbröselnden Bereich nennen "wir" hauptsächlich Festool Werkzeuge "unser" eigen, daher kann ich zu anderen Marken nichts sagen. Ich kann Sie nur eindringlich davor warnen jemals Festool Werkzeuge auszuprobieren.

Wenn Sie dieses Hexenzeug einmal in der Hand gehabt haben, wollen Sie mit nix anderem mehr arbeiten! Entgegen der, fast schon chirurgisch zu nennenden, Präzision beim bearbeiten von Hölzern aller Art, reissen dieselben Werkzeuge bei der Anschaffung, mit rohester Gewalt, Löcher ins Leder Ihrer Brieftasche. Da zeigt sich dann das hässliche Antlitz der Habgier in ganzer Pracht und schwupps sind Haus und Hof verpfändet "nur" um eine Festool Kapp und Klappersäge sein eigen zu nennen.

Warnende Grüße

N. Noctem

Werter Herr Noctem,

wenn ich Haus und Hof verhökere, kann ich die Festool Säge nicht mehr betreiben, das macht mir keinen rechten Sinn, ich will mir ja nicht meine Existenz wegkappen.

Nein, in vorliegendem Falle reicht mir sehr wohl der zweitbeste Fisch, ich danke Ihnen für die Warnung.

Der Habgier selbst erliege ich in der Regel eher selten,  wenn Sie bitte meinem Beispiel mit der kurzfristig begehrten Bandsäge folgen wollen, es ist mehr der gute Schnapp, dem ich mich gern beuge..

Nachdem das Basedowsche Auge wieder in die Höhle geklippt und der Geifer weggewischt wurde, hat es der geneigte Verkäufer schwer mit mir, ich brauch ja eigentlich nix, Sie verstehen - so eine Säge ist zudem mordsgefährlich, frisst unnötig Strom, macht Lärm und Dreck, verschreckt den Kater, nervt den Hund.

Da sägt man doch glatt am eigenen Ast, so ein Irrsinn :-)

Freundlichst,

F.F.Faltenbalg

Meine geehrten Herren - Damen wirken hier bisher leider nicht mit,

Es scheint, als sollte man in die Kaufentscheidung auch seine persönlichen Neigungen mit einfliessen lassen.

Meine Neigungen tendieren nun eindeutig zu Grösse, zu Masse; leichte bis mittelschwere Schwächen zeigen sich widerum im Bereich Filigranz - per - Hand.

Nach erneuter, diesmal intensiverer Sichtung der Decoupiersäge meines Ahns bin ich mir sicher, dass wir weder zueinander passen, noch jemals Freunde werden würden.

Ein Spezialist, dessen spezielle Fähigleiten ich mir nicht zueigen machen muss, mangels ausreichendem Bedarf.

Das mit blossem Auge kaum wahrnehmbare Sägeblättchen entspricht ganz klar nicht meinen Neigungen, ich bin hier schlicht überfordert und zu ungeduldig. Ich brauche mehr Schub, und die Maschine muss stärker sein als ich.

Neben der Kapp/Zug/Gehrungssäge, welche defintiv auf dem Zettel steht, überlege ich weiterhin die Umsetzung einer Stationärstichsäge mit vorhandenem Freihandgerät, frage mich aber inzwischen auch, ob z.B. die mir so wichtigen winkligen Innenschnitte nicht auch mit einer Oberfräse realisiert werden könnten.

Einst hatte ich Zugang zu einer professionellen Standfräse, das war schon was Feines.

Meine Handfräse irgendwie kopfüber am Platze gezwungen, bei anständiger Führung des Werkstückes, müsste doch Hervorragendes leisten, was parallele wie rechtwinklige Innenschnitte anbelangt, will ich meinen.

Und sie flippt einem auch nicht mehr trudelnd aus der Hand, verfräst hat es sich ja freihändig  schnell, wie ich finde.

Nun, ich würde mir wohl oder übel etwas bauen müssen. Tisch, Führung, Anschläge..

Alternativ bin ich daher am Überlegen, ob ich nicht einfach  meine Standfräse Metall für die gelegentlichen Verfräsungen von Holz hernehmen sollte, wobei mir der Gedanke der pappenden Öl-Spanverbindungen nicht recht behagt, die träge Schnittgeschwindigkeit jedoch wenig Sorgen bereitet.

Es ist noch nicht ausgestanden, sage ich Ihnen, der Leidensdruck eines Kaufwilligen kann ähnlich eines verwirrten Blutdruckes enorm ansteigen.

Und dies alles nur wegen einer kleinen Bandsäge :-)

F.F.Faltenbalg

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