Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Hochverehrte Mitreisende,

 

Schon viel zu lang bin ich dem Rauchersalon ferngeblieben, man möge mir verzeihen, doch seien Sie gewiss, ich habe alle ihre Ausführungen mit allerhöchster Aufmerksamkeit verfolgt. Heute nun zunächst eine kleine Nachlese.

Beim alle 50 Jahre fälligen Aufräumen des Geheimlabores fielen mir auch diesmal ein paar Dinge in die Hand, die sich nach langer Überlegung als nützlich für den Bau eines unkonventionellen Zeitmessers erwiesen.

Als da waren :

-          Ein elektromechanisches Uhrwerk aus einer älteren Kaminuhr deren Gehäuse schon einem früheren Projekte zum Opfer gefallen war. Das Werk funktioniert nach einem höchst einfachen Prinzip: Ein normales mechanisches Ührchen wird von einer Aufzugsfeder angetrieben, die nur ca. 15 Sekunden lang die Unruhe zu ihrem bekannten Tick-Tack inspirieret. Gleichzeitig bewegt sich ein elektrischer Kontakt nach oben, der nach diesen 15 sek. den elektrischen Strom einer galvanischen Zelle durch eine mit cupfernen Drahte gewickelte Spule leitet, durch deren magnetischen Kräfte die kleine Feder wieder gespannt und der Kontakt geöffnet wird. Dies fand ich irgendwie genial – so ganz ohne die neumodischen  Bergkristallschwinger oder gar Silizium – Rechenmaschinen im innersten. Die Genauigkeit ist, entsprechende Geduld für die Justage vorausgesetzt, durchaus beachtlich, beträgt sie doch etwa 1 Minute im Monat, was ich bei dieser Art Zeitmesser als durchaus angemessen empfinde.

-          Ein Messing- Rollenlaufkäfig aus einem alten großen Wälzlager, circa 10 cm im Durchmesser.

-          Ein nicht näher zu bestimmendes Teil aus einem großen Dieselmotor, muss wohl irgendwas mit der Einspritzung zu tun gehabt haben, von außen zunächst recht unscheinbar, aber nach dem vorsichtigen aufsägen der Seitenwand offenbarte sich ein cupferner Balg im Inneren, der sich optisch  recht gut ausnahm.

-          Diverse Zahnräder

-          12 Messingringe, die zusammen mit 12 Cent Stücken, den gedruckten Ziffern und etwas klarer Vergußmasse (aus Embossing Puder) die Schreibmaschinen-Tastatur ähnlichen Ziffern bilden.

Die Galvanische Zelle findet im Fuße ihren Platz und wird ergänzt durch eine ganz simple Elektronik, die aus ihren 1,5 V eine kleine Spannung gewinnt die zum Betrieb von vier Leuchtkristallen ausreicht, die im Momente des Nachspannens der Aufzugsfeder kurz aufblitzen.

Herausgekommen ist das:

 

 

Ich hoffe, ich konnte mit meinen kurzen Ausführungen auch diesmal wieder ein wenig Interesse wecken und verbleibe bis zum nächsten Male.

 

Ingenius Art Fulguritus

Seitenaufrufe: 333

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

Werther Herr Fulguritus,

prima, das Sie dieses tolle Uhrwerk wieder seinem eigentlichen Zwecke zuführen konnten.

Und das auch noch in einem höchst ansprechenden Rahmen!

Gefällt mir sehr gut. (Bis auf die "6", die holpert etwas...) 

Mit temporalen Grüßen

Ihr Dr. T.v.T.

Sehr geehrter Herr Fulguritus,

 

die Uhr ist bezaubernd. Allein die alten Zahlen sind sehr schön und mir gefällt das "runde Gesamtbild".

 

Viele Grüße,

Chris Leonessangelo

sehr kreativ

Viele Grüße aus der Werkstatt Flederwisch.

Werter Ingenius Art Fulguritus,

ein hübsches kleines Projekt. Und Sie haben sich so viel Arbeit mit den Zahlen gemacht.

Wie schön, dass Sie Ihre Kajüte wieder aufgeklart haben, und nun bereit für neue Schandtaten sind. Ich selbst bin noch nicht ganz soweit, zu viel ist zu tun. Für mehr als ein sonntägliches durch-den-Salon-flannieren reicht es noch nicht.

wirbelnd grüßt

~Viktoria v. Waldesrand~

Hochgeschätzter Herr Ingenius Art Fulguritus

Na das ist doch einmal eine tolle Uhr!!! Fantastisch! Eine geniale Arbeit!

Herzlichst

Ihr Dan Aetherman  aka  The Chocolatist

Werther Herr Kollege Ingenius Art Fulguritus!

Es ist für mich wahrhaft meisterlich zu nennen, was Sie aus diesen Einzelteilen hervorgebracht haben

Chapeau!

Stünde dieser Zeitmesser in meiner Nähe, würde ich die Augen kaum abwenden können und so sicherlich die Zeit und alles Übrige um mich herum vergessen ...

Hertzlichst dankend für diese besondere Inspiration

Aeon Junophor

Werter Herr Fulguritus

Welch ansprechende Uhr! Sie sehen mich begeistert!

Ergebenst

Lady Anna

Sehr geehrter Herr Fulguritus,

es freut mich sehr, dass das Uhrwerk überlebt hat und Sie daraus ein wunderbares Kunstwerk geschaffen haben. Einfach großartig.

Ihr

G.I. von Heddernheim

 Sehr geehrter Herr Fulguritus,

ich finde Ihre Arbeit sehr gelungen! Danke das Sie Ihr Werk mit uns

geteilt haben :)

Herzlichst

Emma Frost

Auf Diskussion antworten

RSS

© 2017   Erstellt von Horatius Steam.   Powered by

Flagge zeigen!  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen