Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Sehr geehrte Damen und Herren,

so langsam komme ich wieder in die Werkstatt und da kam der Gedanke auf die alte Militärmaske, die noch im Keller lag.

Beruflich häufig unter Atemschutz tätig (Berufsfeuerwehr Hamburg), war es eine Frage der Zeit, wann das Thema einmal aufgegriffen wird. Zumal mich diverse Mitreisende schon darauf ansprachen, warum ich noch nichts aus meinem beruflichen Tätigkeitsfeld aufgegriffen habe.

Gesagt, getan, die Assoziationen darf jeder selbst aufkommen lassen...

Hier nun der erste Eindruck, der allerersten Idee:

Nach diversen neuerlichen Arbeitsstunden und -gängen, hier nun das Ergebnis:

Das Licht ist dimmbar, der Rahmen sowohl als Aufsteller, als auch als Wandrahmen verwendbar.

Maske auf geätzter Stahlplatte, verzinkt

Beste Grüße aus der immer noch im Chaos liegenden Werkstatt

Ihr Teleman von Phone

Tags: Andre, Kahlke, Machina, Nostalgica, Odem, Phonepunk

Seitenaufrufe: 131

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

Hoch geschätzter Herr von Phone

Obwohl ich im Normalfall kein Fan von Gasmasken bin (im speziellen wenn sie als Teil der Gewandung verwendet werden) so ist das bei diesem Projekt doch etwas anderes. Dadurch, dass Sie durch Ihren Beruf den Bezug dazu haben, erscheint die Maske wortwörtlich in anderem Licht und die Art und Weise wie sie in Szene gesetzt ist gefällt mir richtig gut! Sie haben mir eine neue Sichtweise eröffnet, denn bisher kamen bei Gasmasken automatisch negative Gefühle auf. Das ist auch der Grund warum ich Gasmasken (genauso wie Waffen) bei der Gewandung eher ablehne, ich assoziierte solche Gegenstände bisher automatisch mit Gewalt und Krieg und kann nicht nachvollziehen, warum sie gerade in einer friedlichen Bewegung so viel Raum einnehmen und geradezu verherrlicht werden. (Allerdings muss ich zugestehen, dass die kreative Idee meist sehr ansprechend ist und ich habe grosse Achtung vor dem handwerklichen Geschick bei der Umsetzung). Sie haben mir mit Ihrem Werk nun auch eine positive Sicht auf die Gasmaske eröffnet! Ein Hilfsmittel, das Leben rettet hat wahrlich eine Würdigung im richtigen Licht und Rahmen verdient!

Ergebenst

Lady Anna

Lieber Freund und OB,

wie ich schon sagte, genial und große Klasse.

Ich mag das Objekt. Die Stahlplatte erhält durch die Ätzung eine tolle Textur.

Das ergibt mit der kupferbeschlagenen Maske ein wirklich tolle Bild!

Hochachtungsvoll,

Horatius steam

Werther Herr von Phone,

ich möchte mich zunächst den Ausführungen der verehrten Lady Anna anschließen. Mir gelang zunächst nicht so richtig der Zugang zu ihrem neuesten Kunstobjekt. Jedoch ist das Nachdenken der Weg zum Ziel! Und nebenbei bemerkt, ist genau dies in unserer schnellebigen Zeit wohl leider verloren gegangen.

Vor dem Hintergrund Ihres beruflichen Schaffens und Ihrer vorhergehender Objekte ergibt es einen sehr tiefen Sinn!

Mit ebenfalls aufräumenden, aber nun erleuchteten, Grüßen

Ihr Dr. T.v.T.

P.S. das mit der vom Kollegen Steam angedeuteten Ätzerei, könnten Sie uns das vlt. näher bringen?

Guten Morgen in die Runde,

vielen Dank für die herzlichen Worte, allen voran Lady Anna. Mit so einer "Interpretation" des Werkes hatte ich kaum gerechnet, obwohl das Objekt genau so gemeint war.

Wir gehen mit der gleichen Meinung einher, was Waffen und Masken angeht, ohne dass ich jetzt die alte Diskussionsleier wieder vom Zaun brechen möchte.

Mir ging es schon in erster Hinsicht um den Aspekt "Leben", "Licht", "Atmen ist Leben, ist rein, ist Licht"

Zur Technik: Der Untergrund ist eine verzinkte Stahlplatte. Ursprünglich war mal angedacht eine rostige Platte daraus zu machen. Dann aber sah ich dieses schönen Farbkontrast zum Rest.

Gesagt getan, aber wie bekomme ich jetzt eine Textur in den Zink???

Ich ging also nach draussen - NACH DRAUSSEN !!! - und wischte mit gummibehandschuhten Händen und einem Stoffballen hochprozentige Salzsäure darüber. Man merkt ziemlich schnell wie die Säure in welcher Intensität die Oberfläche angreift.

Der Effekt ist, das die kristaline Struktur der Verzinkung sehr gut und klar heraustritt.

Man könnte mit Sicherheit auch noch tiefer gehen, aber mir reichte dieser Effekt.

Am Ende habe ich nicht neutralisiert, sondern einfach mit einem feuchten Lappen (Wasser) runterverdünnt, bis der Geruch sich einstellte.

Noch einmal: DAS machen Sie bitte auf gar keinen Fall drinnen - die Salzsäuredämpfe greifen ihre Bronchien extrem stark an, das kann zu irreparablen Schäden in der Lunge führen, wenn Sie eine der Wolken abbekommen.

Berufliches Schaffen: Es wird tatsächlich in Zukunft noch die eine oder andere Idee daraus umgesetzt werden.

Einen schönen Sonntag Ihnen allen

Ihr Teleman von Phone

Werther Herr Kollege Teleman von Phone, lieber Freund und OB!

Zunächst beschlich auch mich ein leichtes Befremden auf den ersten Blick, denn auch ich verfolge bekanntlich die gleiche Linie wie von Lady Anna skizziert, jedoch dann entsann ich mich zugleich meines eigenen Wirkens als Floriansjünger unter Atemschutz im Feuer und ich erinnere mich noch sehr gut  an dieses lebendige Gefühl mitten in der Gluthölle frische, kühle Luft atmen zu können!!!

So erschließt sich mir Ihr neuestes Werk als überaus gelungen und interessant komponiert!

Chapeau!

Mit luftigem Gruße verbleibt

Ihr Aeon Junophor

...und geht mir der "Odem" aus erlischt auch das Licht.

Anspruchsvolle Interpretation eines aktuellen Themas. 

Verneig 

Titus Timeless

Auf Diskussion antworten

RSS

© 2017   Erstellt von Horatius Steam.   Powered by

Flagge zeigen!  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen