Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Verehrte Mitreisende,

Exzentriker, von Kreativität Getriebene,

begnadete Handwerker und Autodidakten,

Wir richten gerade noch die letzten Scheinwerfer aus auf die Bühne, die jetzt für Sie bereitsteht, um Sie quasi auf den letzten Metern eines Ihrer Projekte zu begleiten. Lassen Sie uns sozusagen "live" an dem Werden einer Ihrer phnatastischen Ideen teilhaben, den Problemen und den sich bietenden Lösungen, im steten Kampf mit der eigenen Physis zu fortgeschrittener Stunde.

Dabei stellen Sie doch netterweise Photos und Zwischenberichte Ihrer Projekte mindestens einmal stündlich (gern auch häufiger ;-)) online in diese Diskussion, damit alle anderen Ihnen bei Ihrer Arbeit über die Schulter schauen können.

Wie bei den letzten Malen, soll diese kuriose Aktion bis zum Grauen des kommenden Morgens andauern, längstens aber bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Ihnen die Konzentration schwindet und der Ausgang des Unterfangens nicht mehr im Vollbesitz aller Ihrer Finger gewährleitstet ist. Dieses Versprechen müssen wir Ihnen an dieser Stelle mit großem Ernst abnehmen!!

Wir möchten keine Bilder hastig geöffneter Verbandspäckchen auf Werkbänken, sondern Artefakte ohne Blutflecke bestaunen, egal, wie lange Sie aktiv waren.

Meine Bunderung ist Ihnen in jedem Falle sicher. Ich bin das genaue Gegenteil einer Nachteule, weshalb mein Part zu diesem Unterfangen jetzt schon erledigt werden kann.

Also, liebe Leser, greifen Sie käftig in die Ideen- und Werkzeugkiste und lassen Sie uns staunen!!!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr Major von Seeland

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So, mit Holzleim einige Platten zusammengeleimt

und ordentlich beschwert.

Material verrate ich noch nicht, sonst ist sofort klar was daraus wird.

Das muss jetzt erstmal trocknen.

Habe die Halterung ausgemessen und die Rohre zugesägt. Da ich über keine Möglichkeit verfüge Kupferrohre zu verlöten, muss ich die Rohre und Fittinge leider verkleben. Habe diesbezüglich bereits sehr gute Erfahrungen mit Metallkleber bei vorangegangenen Projekten gemacht. Für meine Zwecke ist diese Lösung völlig ausreichend. 

Als nächstes werde ich die genaue Montageposition an der Zeitmaschine bestimmen.

Werte Künstler,

auch von mir ein frohes Schaffen!

Ich habe eben einmal meinen Fundus nach einem "schnellen" Projekt durchstöbert, um mich Ihrer geselligen Runde anzuschließen, aber leider war mir die Muse nicht hold.

Gebannt werde ich aber den Werdegang Ihrer Werke fernbildlich begleiten.

In meiner Kabine halte ich aber Richsalz, Rum und einen starken Tobak für schwächelnde

Mitkünstler bereit, im Falle sie einer Unterstützung in dieser langen Nacht bedürfen.

Mit kollegialen Grußen

Ihr

Sir Steven

Verehrte Mitbastler!
Es ist nun an der Zeit erstmals den Fortschritt unseres Projektes zu präsentieren. 
Die im Laufe der Woche bestellten Bretter werden mehrlagig verleimt und anschließend....
(wie hier zusehen ein kleineres) ...auf Maß gesägt. Fotos und helfende Hände stellt der Admiral zur Verfügung.
Zu guter Letzt noch ein Bild von einem Transistorradio - was das wohl werden soll? Seien sie gespannt!

Bis in einer Stunde!
Ihre Ætas Ætheria Nova

Kleiner Fortschritt:

Anhänge:

Die letzte Stunde war mit Leim und Farbe gefüllt. Zuerst wurden die, bislang nur übereinandergelegten Paltte verleimt. Der Leim ist sehr schnell, nach 5 Minuten war er dann hart und ich konnte mit der Farbgebung beginnen.

Zuerst wurden zwei MDF Scheiben in Metall verwandelt (Hammerschlag) und dann der Korpus des Gerätes mit Mahagoni Lasur getüncht.

Sodann die Lautsprecher für das Gerät vorbereitet.

Während nun alle trocknet, abbindet und aushärtet, begebe ich mich in die Küche und schäle Zwiebeln.

Morgen gibt es Gulasch :-)

Projekt Dampfrad-Composing


Auf dem Steampunk-Kulturfestival „Von Zahnrad bis Zylinder“ anno 2017 in Meißen traf ich den genialen Feinmechaniker, Restauratur und kreativen Bastler Ralf Feckenstedt. Dieser hatte neben anderen Exponaten ein dampfbetriebenes Fahrrad dabei, welches bei mir einen hohen Neidfaktor erzeugte. Meine Achtung vor dieser Arbeit stieg weiter, als ich erfuhr, das Feckenstedt nicht nur ein Fahrrad mittels Dampfantrieb zum Laufen brachte - er versuchte gleichzeitig das Rad in seinem Originalzustand zu erhalten - die Königsdisziplin unter den Feinmechanikern. Diesen Typen musste ich in Szene setzen, das war mir sofort klar. Zu meiner Erleichterung, gewährte mir der Meister eine Audienz und ließ sich dankenswerter Weise ablichten (ich fühle mich dabei immer irgendwie als Trittbrettfahrer).
Ich wählte dabei eine Perspektive von etwas schräg frontal. Sowohl der Macher aber auch die Details des Rades sollten so gut wie möglich abgebildet sein. Die Nähe zur Kamera und die damit verbundenen Perspektiv-Verzerrungen sollten das Bild als Primärobjekt, dominierend im Vordergrund für die spätere Montage festlegen. Ich hatte Glück, die Sonne versteckte sich gerade hinter einer Wolke, so das ich sehr weiches Licht und damit weniger harte Kontraste auf dem Ergebnis vorfand – ideal für die spätere Bearbeitung.
Das waren die Vorarbeiten.

Den Aufruf von Horatius Steam zur NUIT PUBLIQUE 2017 nahm ich zum Anlass, die Dampfrad-Montage anzugehen. Durch die Konzentration auf Rad und Bastler war das Projekt übersichtlich und damit gut für diese kreative Nacht geeignet. So habe ich einen Tag zuvor den Meister mit seinem Rad freigestellt (das dauerte bei sehr guter Freistellungsqualität alleine 2 Stunden, da ich ohne automatische Routinen und nur per Hand vorgehen musste (Hintergrund war zu ähnlich und zu unruhig um automatisch freizustellen). Insofern habe ich ein wenig gemogelt, mich aber auch in die Lage versetzt, das Projekt in der Bastel-Nacht durch zu ziehen.

Und jetzt(?)..... jetzt geht es los! Der Anfang ist immer der Horror, weil mein Angstgegner - das „Weiße Nichts“ (Abbildung 01) mich anbrüllt: „Mach mich voll, oder ich töte deine Kreativität!!!“. Diese Drohung nehme ich immer sehr ernst und beeile mich das „Weiße Nichts“ zu füttern. Das gestern freigestellte Hauptmotiv platziere ich schnellstmöglich auf der weißen Fläche, die ich in den Dimensionen 4000x7000 Pixel (Hochformat) angelegt habe, also etwas größer als mein Kamera-Sensor. Das Hauptmotiv wird weder verkleinert noch vergrößert, um die optimale Qualität und damit die Dominanz zu erhalten (Abbildung 02).

Es dauerte nicht lange, da meldete sich wieder das „Weiße Nichts“: „...ist das alles...?“. Also schnell ein Hintergrundmotiv aus dem Archiv gesucht. Viel Auswahl hatte ich nicht, denn das Hochformat ließ keine opulenten Landschaften zu und es musste zum Thema passen. Ich entschied mich für eine Stahlbrücke im Zwielicht der Blauen Stunde - eine Lichtstimmung, die ich unheimlich mag, gerade jetzt wo die Tage wieder kürzer werden.
Fortan hörte ich das „Weiße Nichts“ nur noch im Hintergrund undeutlich murmeln. Die Grundidee stand, jetzt war nur noch Fleißarbeit gefragt.
Der Himmel wurde optimiert indem ich ihn in Horizont-Nähe etwas aufhellte und von oben mit einem dunkelblauen Verlauf versah (Abbildung 04). Da ich zu faul war, die komplette Brücke freizustellen (das wäre optimal), legte sich der Verlauf auch auf die Brücke. Das musste zwingend korrigiert werden, in dem ich grobmotorisch die Bereiche des Verlaufes wieder weg radierte, die auf den Brückenteilen lagen (Abbildung 05 bei ausgeblendeten Hintergrund-Bild).

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um ein wenig über die Physik zu reden. Für mich damals in der Schule ein rotes Tuch, aber die Lehrer hatten eben doch recht – Physik ist überall, so auch in dieser Montage (aber wem sage ich das, angesichts der vielen genialen Bastler in dieser Nacht).
Grundgedanke ist, das ich das Hauptobjekt deutlich von den übrigen Geschehen hervorheben will. Das machte ich das erste mal bei der Aufnahme, durch die ungewöhnliche Perspektive und das will ich nun noch weiter ausbauen. Ein guter Fotograf macht dieses über die Schärfe/Unschärfe in demer sein bestes Objektiv aus der Tasche zieht und gezielt die Schärfe-Ebene anlegt. Bei meiner Montage muss ich diesen Vorgang simulieren. Alles was im Hintergrund liegt sollte unschärfer als das Hauptobjekt sein. Da ich aber ein Motiv habe, was sehr weit in die Tiefe geht, muss das alles auch noch differenziert geschehen. So habe ich 3 Zonen definiert (Abbildung 06) Zone 1 wird stärker weichgezeichnet, Zone 2 mittel und zone 3 wenig. Zum Schluss der Unschärfe-Aktion sollten man auch die Bäume am Horizont nicht vergessen, die gezielt ausgewählt und stark weichgezeichnet werden. Damit wäre der Hintergrund abgeschlossen und ich kann mich dem viel spannenderen Vordergrund widmen.


Ich habe übrigens nichts mehr von dem „Weißen Nichts“ gehört – ein gutes Zeichen – es geht voran.

Statt der Beton-Straße muss ein zeitgemäßes Kopfsteinpflaster anno 1900 her. Keine leichte Aufgabe, denn wo findet man heute so etwas noch? Kopfsteinpflaster gibt es zwar allerorts, aber eines, welches vom Verkehr nicht strapaziert wird und das Gras zwischen den noch nicht super ausgerichteten Granitquadern eine Chance hat, findet man fast nirgends mehr. Zudem sollte es dennoch abgenutzt aussehen und einige Schadstellen erkennbar sein. Vorausschauend hatte ich vor zwei Jahren genau so eine Granitstein-Fläche direkt in meiner Heimatstadt an einem alten Güterbahnhof fotografiert – im Riesenformat und höchster Qualität. Ein Glücksfall, denn ich habe diese eine Aufnahme schon in 6 Montagen unterbringen können ohne das man die Wiederholungen bemerkt. Nun also ein siebentes mal.

Die Einpassung war einfach, weil ich eben aus der gleichen Perspektive fotografiert hatte. Das ganze wurde in einem Kunstlicht-Charakter eingefärbt und schlussendlich habe ich noch von unten einen blauen Verlauf eingearbeitet, um unten nicht so eine einheitlich rotbraune Masse zu haben. (Abbildungen 07-09)

Bis hier her hatte ich schnellen Erfolg - wenige Komponenten die gut zusammen passten und nur relativ leichte, schnelle Korrekturarbeiten.

Das „Weiße Nichts“ ist nun vollends verschwunden – ein guter Moment um inne zu halten und das erste Päus´chen einzulegen.

Dieses Jahr wird aber ordentlich geklebt bzw. geleimt !!

Die Zeit zum Trocknen in der Küche zu verbringen, ist eine sehr gute Idee

und resultiert in einer kleinen Brotmahlzeit.

Während der Kleber aushärtet habe ich die Löcher in die Seitenleisten gebohrt und Gewinde geschnitten und sogar schon das Loch für die USB-Buchse im "Schrank" der Zeitreisemaschine drin. Ging besser als vermutet. Dachte erst ich feile da ewig herum. Hihi. Man muss auch mal Glück haben.  

Von Anfang an war es bei meinem Werkstück kein Geheimnis, dass es zu einer Außenlaterne werden soll. Zu erledigen sind also einerseits der Teil mit "Dach", Glas und Glühbirne und die Wandhalterung andererseits.

Der Abstand zur Wand soll nicht allzu groß sein, also ist die Basis ein kurzer Leuchterarm. Dieser hat leider nur einen kleinen Messingteller, der erst einmal erweitert werden muss.

Bei diesem Arbeitsgang wird auch der Deckel des Spargelglaseses mit angebracht und ein sicheres Kabel eingezogen.

Die kleinen roten Pfeile zeigen die ursprüngliche Teller-Größe:

Sehr geehrte Mithandwerkende,

Nun habe ich im Eifer doch den Thread vom letzten Jahr erwischt. Hier denn mein Stand von kurz nach 21 Uhr.

Es geht voran. Zugegeben, ich habe etwas vor der Zeit angefangen.

Erstmals seit Jahrzehnten habe ich einen leidlichen Kreuzstrich hinbekommen. Das auf massivem Kupfer. Dem edelsten das die Erde hergibt.

Nun muss recht viel Wärme von diesem Kupfer in den Äther, wozu ich diese Thermoätherdizipationsspulen wickle.

Und so sehen dann die Ätherthermodizipationskörper mit den Thermoätherdizipationsspulen aus. Als nächsten Schritt werde ich nun die Komponenten montieren.

Viel Erfolg wünsche ich all denen, deren Posts ich knapp überfliege. Versprochen: Ich werde sie alle lesen, morgen.

 

So der Magen ist beruhigt,

der Leim zieht gut an, muss aber noch ein wenig ruhen.

In der Zwischenzeit werde ich einige typische Kleinteile zusammen suchen.

und die Feile schwingen.

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