Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Nah am Wasser gebaut - ein Bilderrätsel in diversen schönen Materialien

Guten Abend allerseits,

da der werte Herr von Phone im Urlaub weilt, Captain Mike sein Wohnungsprojekt beendet hat und Herr Timeless vor lauter Arbeit nicht in sein rostrotes Bureau kommt, möchte ich nun auch einmal eine kleine Fortsetzungsgeschichte beginnen. Im nachfolgenden Bild zeige ich einige dafür benötigte Bauteile und frage neugierig in die Runde:

"Welcher nützliche Gegenstand könnte daraus entstehen, wofür wird es benutzt und was hat das Ganze mit Wasser zu tun?"

Als da wären:

*eine Gartenlaterne, betrieben durch Sonnenlicht (99Cent-Schrappelteil)

*Schrauben, Unterlegscheiben und Hutmuttern in Messing, M3

*Das Oberteil einer defekten Öllampe

*ein Salzstreuer aus Glas

*eine entkernte Glühlampe

*Perlenbastelzubehör aus Messing (schaut zumindest so aus)

*das leere Transportröhrchen einer kubanischen Zigarre

*noch mehr Schrauben, Kabel, Kleinkram

Nach dem Knipskasten suchend, Daniel Walther

Tadaaa:

Viel Vergnügen :-)

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Eine solarbetriebene Seerose?

Ich falle auf die Knie!!!

Guten Abend, liebe Leut'

dies ist der letzte Streich für heut.

Die Energieampulle wurde mt den nötigen Kontakten versehen, die Energiezelle ummantelt, beschriftet und gealtert. Der Eelektrisierte Blütenkelch fand sein Zuhause in der gläsernen Hülle.

Aus einem Kerzenbecher und einem kleinen Kragen entstand das Schaltergehäuse, welches sich hoch über der Wasserlinie befindet. Der originale Schieberegler bekam einen Griff aus einer Patronenhülse. So richtig befriedigt mich diese Version aber noch nicht, mal schauen.

Hier nun eine Gesamtaufnahme des Schwimmkörpers, das Glasmantelgeschoss (Kaliber 0,3) dient hier als Vergleich. Diese Boje hatte wohl ein Angler vor Jahrzehnten geschweißt, ich fand sie bei den Aufräumarbeiten nach dem Jahrhunderthochwasser anno 2002. Kantenlänge 120 x 120 x 150mm.

DAS ist wirklich nicht groß, drum muss ich auch so auf Leichtbau achten. In dem alten Ölbrenner sind nur wenige Kubikzentimeter Platz für die Technik. Keine so rechte Arbeit für nachtmüde Augen.

Gute Nacht allerseits.

Ein neuer Tag, ein neuer Rückschlag (diesmal ohne Bild)

Der durch die Holzleisten aufgeständerte Leuchtkörper bringt ein zu großes Kippmoment in die Konstruktion, die wurden also um 150mm gekürzt.

Messingrohr als verbindendes Element zwischen Lichtausgabe und Stromspeicher wird zu schwer, irgendwo ist wahrscheinlich ein Kabel lose und mir ist Heißkleber in den Schalter gelaufen *hmpf* Ich verabschiede mich erstmal zum Fluchen unter Wasser und suche dann nach Lösungswegen.

Daniel Walther

Ob submarines Fluchen

hilft beim Fehlersuchen

entzieht sich meinem Wissen.

Erst mal nichts zu zwingen

und Abstand von den Dingen

ist manchmal ganz gerissen.

Der Walther sitzt im heißen Bad

und grübelt nach einem Ausweg.

Bevor er noch in seiner Wut

den Krempel wirft vom Bootssteg.

Die Boje schubst er hin und her,

der Auftrieb klein, die Technik schwer.

in weißem Lack wär sie schon schön,

auf dem Regalbrett anzuseh'n.

Doch niemals würde er sich trauen,

die als Attrappe nur zu bauen.

Sowas ist seine Sache nicht,

schwimmen soll sie, schön mit Licht!

Das Handtuch um den Bauch gebunden,

sein Blick in Richtung Türe fällt.

Auf das Gewicht von einer Waage,

was er gegen das Schließen hingestellt.

"Sowas hab ich auch in klein!"

kommt ihm der Gedankenblitz.

Das könnte die Lösung sein,

"Gefunden!" Schnell, ins Bad geflitzt!

Mit ein paar Schlingen Draht rundrum,

schön gebaut wirds später,

wird das Provisorium

gehängt an den Übeltäter.

200 Gramm sind so viel nicht,

doch tief taucht sie hinein.

Ein halb so großes Gussgewicht,

das wäre richtig fein.

Hängt er dieses unten dran,

schwimmt das Teil stabil.

Die Lampe zeigt zum Himmel dann,

erreicht wäre das Ziel.

Vielleicht gibts doch ein Happy End,

für heut wird erstmal abgeblendt.

Gute Nacht allerseits.

(Falls sich jemand wundert, habe den alten Beitrag gelöscht und noch einmal neu geschrieben, das ging an manchen Textstellen grnicht!)

 

Im Bade wurd´ Herrn Walther klar

wie das Problem zu knacken war.

Warum erinnert mich das bloß

an Archimedes, den Philosoph?

"Heureka!"

Guten Abend,

es folgt ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung Fertigstellung.

Das Sicherheitsventil

 

Das Leuchtelement wird aus Sonnenlicht und Druckluft gespeist und gerade Letztere ist nicht ganz ungefährlich. Überdruck kann die Boje recht schnell ruinieren.

Die Leitung aus Messing zu fertigen verwarf ich wegen dessen Gewicht, darum kam ein unverwüstlicher Schlauch aus dem örtlichen Klinikum zum Einsatz. Für dessen oberes Ende entwarf ich ein einfaches Sicherheitsventil, das bei zu hohen Drücken auslöst und die Luft in die Umgebung entlässt, bevor sie Schaden anrichtet. Verwendet wurden nur druckerprobte Teile, die in einem früheren Leben mal dem Federdruck in einem Schreibgerät, dem Gasdruck eines Feuerzeugs und dem Druck meines Bauches aushielten. Der Sockel war nämlich mal ein Hosenknopf. Der Düsenverschluss ist Messingdraht und an einer Hefteröse befestigt. Das Ganze ist selbstverständlich beweglich, für den erneuten Druckaufbau muss das Ventil ja wieder geschlossen werden. Hier nun das dazugehörige Lichtbild.

Arbeitsschutz auf 28mm Höhe

Beste Grüße aus Elbflorenz, Daniel Walther

Eine zweite Aufnahme, es hat gerade vor mir auf dem Tisch ausgelöst. War ich erschrocken!

Sowas um diese Uhrzeit.... *puh*

Liebe Freunde der Wassermusik!

Jetzt knallt'er

durch, der Walther!

Das Teil in obigen Beiträgen existiert zu 50% nicht mehr, der Dank dafür gilt meinen Katzen *grummel*

Schnell musste eine Ersatzlösung her, dann wurde es ganz experimentell. Bitte die Schutzbrillen aufsetzen! Nach dem Anbohren der Boje kamen ganz neuartige, geschlitzte Sechskant-Schneidschrauben zum Einsatz, welche laut Hersteller nicht rosten sollen. Ich hätte gern ordentliche aus Stahl genommen, die waren aber leider groß und zu schwer. Eigentlich sind die mir ja viel zu modern. Ob sich dieses neue Material durchsetzen wird, wir werden es erleben.

So langsam komplettiert es sich.

Das Glas misst 120mm Höhe und es ist alles nur im Rohbau zusammengesteckt. Später folgt noch Farbe, der Sonnenlichtfänger und dessen Umwandlungseinheit.

Oben füllt sich das Konstrukt, nun noch was für "Untenrum"

Ich hatte eine Weile überlegt, nehme ich Ketten oder Seil, dann fielen mir 2 Stücke Seil aus Stahl in die Hände.

Mit Ösen an den Enden und später mit Karabinerhaken bestückt kann ich so dafür sorgen, dass nichts zu Grund sinkt oder mitsamt der Boje davontreibt. Die Qualitätskontrolleue kamen auch schon schnuppern.

Beste Grüße, Daniel Walther

Gute Güte, Herr Walther!

Kaum ist man MAL in Urlaub entgehen einem hier gesamte Fortsetzungsgeschichten. Eine tolle Boje haben Sie da entwickelt. Sie sollten allerdings Ihren Katzen ein wenig ins Gewissen reden - oder doch eher Ihre Erfindungen katzensicher lagern? ;-)

Gespannt auf das fertige Schmuckstück wartend,

Ihr Captain Appelton

Werter Captain,

für fertiggestelle Dinge beherbergt mein Wohnzimmer einen großen Laborschrank aus der Technischen Hochschule Dresden. Da steht dann alles hinter Glas und ist somit vor den Pelzträgern sicher. Mal schauen, wie sie sich auf dem Wasser so macht und ob ich heut noch Muse für die Lötarbeiten habe.

Sonntägliche Grüße, Daniel Walther

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