Rauchersalon

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Mad Science: Eine 220V LED-Filament Glühbirne mit einer kleinen 1.2V Batterie betreiben…

Werte Mitreisende

Per Zufall stolperte ich heute in meinem Laboratorium über eines meiner kleinen Hochspannungsmodule, welche ich aus alten Wegwerf-Kameras gewinne. Diese kleinen „Blitz-Module“ werden mit einer 1.2 Volt Batterie betrieben und liefern am Ausgang rund 200 Volt Wechselspannung. Bereits vor vielen Jahren hatte ich mal eine Kreation mit dem Namen „Steampunk Plasma Candle“ gebaut. Im Baubericht habe ich auch die grossartige Bauanleitung des ehrenwerten Aeon Junophor erwähnt, wie man diese Blitzmodule aus den alten Wegwerfkameras entnimmt und aufbereitet.

Heute hatte ich nun die etwas schräge Idee am Hochspannungsausgang des Moduls eine handelsübliche 5W LED-Filament Glühbirne anzuschliessen. Nun, das Resultat war recht verblüffend! Denken Sie jedoch daran, dass Sie mit einer Spannung von rund 200V arbeiten und beachten Sie die Sicherheitshinweise des Herrn Junophor, ganz besonders bei der Gewinnung der Hochspannungsplatine (Entfernung des Kondensators).

Diese Idee lässt sich vielleicht für das eine oder andere Projekt einsetzen…

Mit einem Gruss aus meinem kleinen Laboratorium

Ihr Dan Aetherman


Quelle: BLOG-Eintrag in Dan Aetherman's Zeitreise-Tagebuch

Tags: blitzmodul, einwegkamera, filament, hochspannung, lampe, led

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Guten Morgen,

das ist doch einmal eine tolle Erkenntnis.

Wir hatten ja des öfteren die Frage, ob man "normale" Glühlampen mit einer Batterie betreiben kann.

Nun gibt es eine Lösung dafür.

Schön, wie sich hier Synergien bilden!

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

Werter Dan,

habt Ihr Erfahrungen, wie lange man ein solches Leuchtmittel mit der entsprechenden Batterie betreiben kann?

Ich grüße herzlichst in die Berge

Hans de Donkere van Stoom

Werter Hans de Donkere van Storm 

Leider hat mein altes Ampère-Meter den Geist aufgegeben und ich kann momentan keine Stromstärken messen.

Der kleine, relativ alte Akku auf dem Foto hat eine Kapazität von 2200mAh und ich habe eine Brenndauer von rund 30 Minuten gestoppt….

Sobald ich wieder ein funktionierendes Messgerät zur Verfügung habe, werde ich der Frage genauer nachgehen. Bis jetzt ist die Hochspannungsplatine noch in gutem Zustand, eine grosse Hitzeentwicklung habe ich nicht feststellen können.

Ideal wäre sicher LED-Filament Birnen mit einer Nennleistung von 2W – das spart nochmals Strom. 

Lieber Gruss     Dan Aetherman

Nun letztendlich kann man ja einmal rechnen:

2W bei 230V sind:

2W / 230V = 0,008 A als 8mA Strom.

Dabei muss man bitte noch die Energie für die Wandlung berücksichtigen.

Die ist bei diesen Wandlern recht schlecht.

Wenn wir also von 100 mA ausgehen, dann sollte ein 2200mAh Akku die Lampe für 22 Stunden leuchten lassen.

Theoretisch....

Hochachtungsvoll,

H. Steam

Nun meine Herren,

in diesem Falle, wo der Goliath den David leer saugt, dürfte das Messen der Stromstärke ein mühsames Unterfangen sein, da der Strom hochfrequenten Schwankungen unterliegt. Das Puffern des Akkus durch einen Elektrolytkondensator von 100uF mit, parallel, einem 100nF Folienkondensator dürfte dies verringern und, durch weniger Spannungsabfall innerhalb der Stromspitze, zudem die Brenndauer verlängern.

Der Wirkungsgrad des Wandlers lässt sicht recht gut an dessen Eigenerwärmung ermessen. Nach meiner Erfahrung kann eine so kleine Schaltung nicht mehr als 2W dauerhaft in Form von Wärme abgeben ohne zu überhitzen.

Viel Freude im Labor wünscht,

Kapitän Darius Cumulus 

Werter Dan

Vielen Dank für das Vorstellen dieser tollen Erkenntnis. Ich habe von unserem Freund Aeon Junophor schon vor längerer Zeit einige dieser nützlichen Blitzmodule erhalten. Bisher habe ich sie erst mit Mini LEDs zum Einsatz gebracht, dank Ihrem Beitrag habe ich nun aber schon neue Ideen.

Ergebenst

Lady Anna

Werte Damen und Herren

Herzlichen Dank für Ihr Interesse an diesem Experiment.

Geschätzter Herr Steam, ich ging eigentlich davon aus, dass 2W immer 2W bleiben, egal ob als Produkt von 230V x 8mA oder 1.2V x 1666mA. Letzteres würde sich mit meinen praktischen Versuchen decken, denn der 2200mAh Akku war nach weiniger als 30 Minuten leer...   ich bin jedoch reiner Autodidakt und zweifle dran, dass das billige Hochspannungsmodul tatsächlich ca. 1,5A verdauen kann...

Werter Kapitän Darius Cumulus, die Idee mit den Kondensatoren ist spannend - werde ich austesten!

Ich sende Ihnen Grüsse aus meinem Labor

Dan Aetherman

Guten Morgen,

Natürlich haben Sie recht, man muss die Stromstärke im Verhältnis umrechnen.

Ob das Modul die Stromstärke (auf Dauer) verdauen kann wage ich auch zu bezweifeln.

Ich werde am WE einmal messen und probieren...

Hochachtungsvoll,

H. Steam

Dan Aetherman sagt:

Werte Damen und Herren

Herzlichen Dank für Ihr Interesse an diesem Experiment.

Geschätzter Herr Steam, ich ging eigentlich davon aus, dass 2W immer 2W bleiben, egal ob als Produkt von 230V x 8mA oder 1.2V x 1666mA. Letzteres würde sich mit meinen praktischen Versuchen decken, denn der 2200mAh Akku war nach weiniger als 30 Minuten leer...   ich bin jedoch reiner Autodidakt und zweifle dran, dass das billige Hochspannungsmodul tatsächlich ca. 1,5A verdauen kann...

Werter Kapitän Darius Cumulus, die Idee mit den Kondensatoren ist spannend - werde ich austesten!

Ich sende Ihnen Grüsse aus meinem Labor

Dan Aetherman

Liebe Mitreisende,

für alle, die sich wundern, worüber wir hier gerade schreiben.

Es gibt die Möglichkeit Energiesparlampen und Glimmlampen (Flackerkerzen etc.) mit einem Modul aus einer Wegwerfkamera zu betreiben.

Herr Junophor hat hier: KLICK sehr schön beschrieben, wie man eine solche Kamera zerlegt und das Modul umbaut.

Hochachtungsvoll,

H. Steam

Hoch verehrter Herr Kollege Dan Aetherman, lieber Weggefährte! 

Mit dem größten Vergnügen habe ich Ihre Ausführungen nach Rückkehr von einem Arbeitsaufenthalte in der Fremde gelesen und fürwahr ich muss sagen, manchmal liegt etwas in der Luft das entdeckt werden will. Ich gebe es zu: Probiert habe ich es bereits was Ihnen gelang, doch mir blieb dieser Erfolg versagt, und um so tiefer verbeuge ich mich vor Ihnen!!!

Und obschon ich selber bereits plante einen eigenen Beitrag über die von Ihnen geschilderte Merkwürdigkeit zu verfassen, erlauben Sie mir doch bitte hier einige Ergänzungen zu enthüllen.

Seit längerem ist mir bekannt, dass man ausgediente LED-Birnen welche im häuslichen Stromnetze nicht mehr zu leuchten vermögen bei örtlichen Baumärkten entsorgt. Nun bin ich dort auf der Jagd nach deren Kunststoffhalbkugeln und kam so auch auf Ihre geschilderte Idee einmal ein Kameramodul daran zu halten. Und was soll ich sagen, der Schreck war groß als es mir gelang tatsächlich die eine oder andere Birne wieder zu vollem Lichtstrahle zu bewegen. Zugegebenermaßen gelingt dies Kunststück nicht bei jeder Birne aber immerhin habe ich inzwischen einen beachtlichen Fundus. Gerne zeige ich die schönsten Exemplare in den folgenden drei Tafeln, welche druckfrisch aus der Fabulierabtheilung kommen:

Einem befreundeten Elektroniker  konnte ich zudem die Kenntnis entreißen, wie dieses sich zuträgt. Offenbar wird ein Kondensator derart durch die übliche Frequenz des häuslichen Wechselstromes von 50Hertz ermüdet, dass er nicht mehr mitspielen will.

Mit der Frequenz von 30 Kilohertz welche in dem Kameramodule seitens der Transistorschaltung erzeugt wird, kann man manchmal den müden gesellen wieder auf die Beine helfen. Meist zeigt sich nur ein stroposkopartiges Flackern, welches sich mit einem drehbaren Widerstande etwas variieren läßt, manchmal folgt aber ein für unsere Augen gleichmäßig erscheinendes helles Licht. Die nächsten Projekt sind bereits geplant, doch hoffe ich im Sinne des Wortes für weitere Erhellung gesorgt zu haben und hoffe auf weitere Nachahmer. 

Nachtrag:

Wie ich gerade feststellen muß, lassen sich die übrigen Tafeln aus welchem Grunde auch immer nicht in die Nachricht bringen, ich werde sie in die Galerie einstellen und bitte dort um gelegentliche Betrachtung.

Mit bestem Gruße und einem erneuten Chapeau

Ihr Aeon Junophor

Allen Widrigkeiten zum Trotze

ist hier die fehlende Tafel nachgereicht:

Hertzlichst Ihr Aeon Junophor

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