Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Bei uns im Garten steht ein Einmachglas mit Schraubverschluss. Auf den ersten Blick ist nichts besonderes zu sehen. Aber wenn es dunkel wird, dann beginne kleine Lichter in seinem Inneren völlig zufällig zu leuchten. Mal heller, mal dunkler, mal gehen sie ganz aus, mal leuchten zwei, mal nur eines.

Ich möchte nun an dieser Stelle einmal zeigen, wie jedermann oder Frau so etwas bauen kann.

Werkzeug:

  • Einen feinen Lötkolben
  • Lötzinn
  • Einen feinen Seitenschneider
  • Eine Spitzzange
  • Einen Nachmittag Muße
  • Eine ruhige Hand
  • Ein PC mit mind. WINDOWS XP und einer serielle Schnittstelle

An Material:

  • Ein PICAXE Starterpack
  • 3 Widerstände á 100 oder 120 Ohm
  • 1 lichtempfindlichen Widerstand (Conrad)
  • 6 bedrahtete LED´s rot oder grün (Conrad)
  • 1 Batteriehalter (Conrad) entweder für 2 1,5 Batterien oder für eine Lithium Zelle)
  • 1 Steckbrücke als Ein / Ausschalter
  • Passende Batterie(n)
  • 1 kleiner Kabelbinder zum Befestigen der LED´s
  • Ein Gefäß für die "Glühwürmchen"
  • Das Programm im Anhang.

Vorbemerkung:

Das Starterpack hat, gerade für den Anfänger, den Vorteil, dass alles dabei ist:

  • Alles Material
  • Die CD mit der Entwicklungsumgebung
  • Das Kabel zum Programmieren
  • Die gesamte Dokumentation auf der CD
  • Eine Kurzanleitung
  • Die Platine

Also los:

Sortieren Sie das Material für das Board.

Bestücken Sie zuerst die Widerstände. Achten Sie unbedingt darauf, die Widerstände auf die richtige Positionen zu löten.

So, sollte das dann aussehen. Der Jumper sollte am Anfang auf PROG gesteckt werden. Das ist die Programmierstellung. Für den Betrieb, wird er dann auf die Stellung OUT gesteckt. Das hat den Vorteil, dass man einen Ausgang mehr zur Verfügung hat, den wir auch nutzen werden.

Nun kann man den Chip einstecken und das Gerät wäre schon programmierbereit. Haben Sie sich dafür entschieden, 2 x 1,5 Volt zu verwenden, dann können Sie den Batterieclip schon montieren, wie es in der Kurzanleitung steht.

Den Schritt mit der Knopfzelle können Sie dann überspringen. Ein Schalter ist dann nicht nötig, da das Gerät im Ruhezustand so wenig Strom verbraucht, dass ein Batteriesatz mehrere Wochen hält.

Die Lithiumzelle hält ca. 14 Tage durch.

Nun beginnen wir mit der Bestückung der restlichen Teile.

Zuerst wird der 10KOhm Widerstand bestückt:

Der Widerstand wird zwischen der Masseleiterbahn und dem Pin 4 eingelötet. Pin 4 ist der analoge Eingang.

Zwischen +5 V und Pin 4 wird der LDR (Lichtempfindliche Widerstand) eingelötet.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Wenn es hell, ist der Widerstand sehr niederohmig. Es fliesst Strom. Am 10KOhm Widerstand fällt eine Spannung ab, die per BASIC Programm gemessen werden kann. Wird es dunkle, dann steigt der Widerstand des LDR. Es fliesst weniger Strom und die Spannung an Pin 4 sinkt. Bei einer bestimmte Schwelle, wird das Hauptprogramm gestartet, das dann die LED´s zum Leuchten bringt.

Nun den Batteriehalter montieren.

Wie zu sehen ist, habe ich den Batteriehalter etwas schräg eingelötet, so dass zwischen der +5V Leiterbahn und dem + Anschluss des Batteriehalters eine Reihe platz ist. Hier wird der Jumper eingelötet und mit der Steckbrücke kann man nun ein bzw. ausschalten.

Oberhalb des LDR kann man die, bereits montierten, Widerstände für die LED´s sehen. Sie werden an die Pin´s 0,1,2 gelötet.

Die LED´s werden wie auf dem nächsten Bild verschaltet:

Der Chip hat eine Besonderheit, die sich hier zu Nutze gemacht wird: Die Ein/Ausgänge können Strom abgeben und aufnehmen. Dadurch lassen sich die LED´s recht pfiffig ansteuern.

Die LED´s werden dann auf der Rückseite verlötet.

Und dann mit Kabelbinder fixiert.

Fertig!

Nun noch in ein passendes Glas, in den Deckel montieren. Das geht sehr gut mit Spiegelklebeband oder Silikonkleber.

Das Glas wird fest verschraubt und kann dann nach draußen gestellt werden.

Doch halt!

Das Programm muss noch in den Chip.

Dazu das Kabel anschliessen, das Programm zum Programmieren installieren, das Basic Programm laden und programmieren. Dann die Kabel abziehen. den Jumper auf OUT und los geht´s!

Die originale Quelle dieser Idee stammt von hier:

KLICK

Bill´s Art Bots ist eine wahre Fundgrube für tolle Ideen.

Das ursprüngliche Basic Programm stammt ebenfalls von dort, wurde aber von mir umgebaut.

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

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Guten Abend,

Das ist doch Mist. Mist, Mist, Mist! Bisher konnte ich mich immer mit der Ausrede "nein, das ist zu teuer" herausreden. Irgendwann kaufe ich mir also doch noch ein Elektronenmikroskop (sobald das erfunden wurde) , um soetwas löten zu können. Echt jetzt!


Mit noch mehr Bastelflausen im Kopf, Daniel Walther ;o)

:-)

So, meine Herren,

ich darf nun feierlich verkünden, daß ich soeben meinen sogenannten Facharbeiterbrief als Energieanlagenelektroniker verbrannt habe (huaahhahaha). Zugegebenermaßen ist der mal vor 20 Jahren in einer geistigen Umnachtung entstanden (ein paar Nächte mehr waren es schon) und heute völlig wertlos. Gemerkt habe ich das soeben beim Lesen der hier dargestellten "Bastelei".

Die Welt darf sich nun entspannt zurücklehnen, da ja zumindest von mir, als Strippenlöter keine Gefahr mehr ausgeht und sollten Sie zu Hause irgend etwas elektronisches Besitzen, das nicht funktioniert, von mir ist das nicht - ich räume heute nämlich die Reste weg von den Leuten, bei denen das auch in die Hose gegangen ist.

"Bei Elektronik regt sich bei mir Widerstand" - das dürfen Sie jetzt mal als Zitat von mir mitnehmen.

Chapeau, Herr Steam, wir müssen mal wieder kontaktieren!!!

Ihr Teleman

Auch ohne elektrischen Facharbeiterbrief bin ich in der Lage, folgende Formel zum Besten zu geben:

Wenn ich was nicht verstehen kann,

dann seh ichs als elektrisch an!

Ihre Anleitung jedoch, werter Herr Steam, ist auch von Meinesgleichen  nachzuvollziehen.

Darf ich Ihren Skizzen entnehmen, dass so eine LED eine Diode ist - wollte ich tatsächlich grad fragen, aber Nachdenken  ob der anglifizierten Bezeichnung "LightElectricDiod" half mir dann auch weiter :-)

Freundlichst grüssend,

F.F.Faltenbalg

Guten Morgen,

eine LED ist eine Diode. Light Emitting Diode ist der korrekte Name.

Nähere Informationen finden Sie hier:KLICK

Eigentlich gehört die LED in das Atompunk Genre ;-)

ALS Atomic Light Source wäre dann die Abkürzung. Tatsächlich entsteht das Licht auf atomarer Ebene.

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

Verehrter Herr Steam,

eine wunderbare Idee! Quasi eine Reminiszenz an laue Sommerabende.

Mit vorzüglicher Hochachtung,

Peregrinus E.

Eine schöne Idee für einen langen Winterabend.

Jetzt habe ich noch mehr Flausen im Kopf. Ich dachte der Vorrat an diesen kleinen Tieren (ICs) reicht zum überleben bis die Sonne wieder scheint. Muss doch noch mehr bunkern.

Eine klein Anmerkung zu den fest verdrahteten LEDs - eigene schmerzliche Erfahrung. 
Biegen Sie die Kabel nicht zu oft. Sie brechen leicht.

Hochachtungsvoll

Ing. Dürr

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