Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Geehrte Mitreisende,

manche zeitlich gedehnte Expedition lässt die Verfügbarkeit von Nahrung, insbesondere solcher, die einer kühlen Umgebung bedarf, stark zurückgehen. Um nicht der einseitigen Ernährung und somit diverser Mangelerscheinungen anheim zu fallen, möchte ich den Interessierten unter Ihnen mein Recept für getrocknetes Rindfleisch nicht vorenthalten.

Das Fleisch ist nach der Verarbeitung möglichst so zu verpacken, dass es nicht durch die ständige Einwirkung von Luftsauerstoff sein Aroma und somit den Geschmack verliert.

Zum Verzehr möchte ich noch anmerken, dass das Fleisch entweder wie es ist gekaut werden kann oder mit etwas Wasser vorsichtig rehydriert und dann weiter verarbeitet werden kann. Bedenken Sie beim Genuss des Fleisches, dass Sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen!

Sie benötigen für ein Produkt von etwa 300 bis 400 Gramm:

- 1 Kilogramm Rindfleisch (vorzugsweise dünn geschnittene Rouladen)
- 350 Milliliter Sojasauce
- 100 Milliliter Whiskey (wahlweise Scotch oder Bourbon)
- 50 Milliliter Wasser

- 3 Eßlöffel Salz (nach Möglichkeit kein jodiertes Salz)
- 2 Eßlöffel Honig (vorzugsweise dunkler Waldhonig)
- 2 Eßlöffel Gewürzmischung für Grillgut nach Wahl
- 2 Eßlöffel Balsamico-Essig
- 1 Teelöffel Rauchsalz
- 2 Teelöffel Zwiebelpulver
- 2 Teelöffel schwarzer Pfeffer
- eine zerdrückte Knoblauchzehe
- etwas getrockneter Dill
- etwas getrockneter Basilikum
- wahlweise geschrotete Chilischoten (wenn Sie es pikant mögen)

Zu Beginn schneiden Sie das Fleisch in schmale Streifen von etwa drei bis vier Centimetern; nun legen Sie das Fleisch an der Luft auf einen Teller, damit es außerhalb seiner Verpackung etwas Aroma entwickeln kann. Die Marinade fertigen Sie, indem Sie sämtliche Gewürze mit den genannten Flüssigkeiten in einem kleinen Topf verrühren und erwärmen – der Honig soll sich vollständig verflüssigen – dann kochen Sie die Marinade für höchstens eine Minute auf und lassen Sie vollständig abkühlen.
Nun legen Sie in einem größeren Gefäß (Auflaufform, Bräter…) das Fleisch schichtweise aus und übergießen jede Schicht mit etwas Marinade. Die restliche Marinade nutzen Sie, um die restlichen Hohlräume zu füllen. Nun mariniert das Fleisch, gerne abgedeckt, für vier bis sechs Stunden.
Im Anschluss gießen Sie die nun unbrauchbare Flüssigkeit vollständig ab und legen das Fleisch mit etwas Abstand idealerweise auf die Roste Ihres Dörrautomaten. Sollten Sie kein solches Gerät
zu Ihrer Verfügung besitzen, verwenden Sie die Roste Ihres Backofens – dies erläutere ich am Schluss.
Der Dörrautomat sollte über eine Umluftfunktion verfügen. Stellen Sie Ihr Gerät nun auf 48 Grad Celsius ein und stellen Sie Ihren Zeitmesser auf -15 Stunden.
Danach sollte das nun beinahe schwarze Fleisch die nötige Zeit zum Erkalten bekommen, be
vor Sie es verpacken.

Zur Trocknung mit dem herkömmlichen Backofen legen Sie das Fleisch auf dem Rost des Ofens aus und fügen Sie auf der untersten Schiene ein Blech ein, um Tropfmengen Wassers und Reste der Marinade aufzufangen. Klemmen Sie einen nicht brennbaren Gegenstand in die Ofentüre, sodass diese einen Spalt offen steht und feuchte Luft entweichen kann. Stellen Sie nun den Ofen auf 50 Grad Celsius Umluft (!) ein und verfahren Sie wie oben angewiesen.

Ich wünsche einen guten Appetit und verbleibe
Letus von der Hohen Heide

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P.S. für Ärgernisse und Verwerfungen mit Familienmitgliedern, Küchenpersonal und Haustieren, bedingt durch Geruchsbelästigung verdampfender Marinade, übernimmt der Verfasser des Recepts keinerlei Gewähr und Verantwortung!

Guten Abend,

danke für das interessante Rezept.

Das sollte man einmal ausprobieren.

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

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