Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Dieses Wochenende findet das lang erwartete, hochgelobte Anno 1900 in Luxemburg statt. Alle Steampunker Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ziehen Richtung Westen, um einer der größten europäischen Conventions dieser Art beizuwohnen. 

Alle?

Nein. Ein kleines Grüppchen von Spätzündern, Terminüberladenen, zur Arbeit verdonnerten oder schlicht immobilen Fahrgäste verbringen den Samstagabend auf der tristen, verlassenen Anastasia und wünschen sich, in genau diesem Moment umgeben von Herren mit Zylindern und Ladies in Korsettkleidern zu sein. Im Salon spielt ein einsames Grammophon eine uralte Jazzplatte, die Musik wird untermalt vom Knistern der Nadel und einem leisen Quietschen aus Richtung der Bar, wo Wilson die Gläser poliert. Ganz leise summen die Motoren im Leerlauf, deren Knattern normalerweise das ganze Schiff mit einer schon fast heimeligen Atmosphäre füllen.

Die junge Frau wendet sich vom Fenster ab. Innerlich hatte sie ihren Frust den Sternen entgegen geschrien, die dünne Sichel des Mondes für die triste Stimmung verantwortlich gemacht und die weißen Wolkenfetzen für ihren Unmut verwünscht. Wäre sie zehn Jahre jünger, hätte sie vermutlich wütend mit dem Fuss aufgestampft und schmollend die Arme verschränkt. Ist sie aber nicht. Nun- das Erwachsenenäquivalent war, bei Wilson einen weiteren Drink zu bestellen.

"Wilson? Krieg ich noch einen, bitte?"

"Miss Garoullie, denken Sie nicht, das waren genug für heute?"

"Ich bitte dich! Selbst wenn ich heute sturzbetrunken in einer Lache aus Erbrochenen hier mitten im Salon einschlafen sollte- es gäbe niemanden, den es stören würde! Jeder ist in Luxemburg!"

Wilson füllt etwas Eis in das bereits gefüllte Glas. "Es würde mich stören. Und Molly, die das alles wieder wegmachen müsste." Er reicht ihr ein grünliches Getränk.

Miss Anne Lianne Garoullie nippt kurz daran. "Ja. Du hast Recht. Es tut mir leid, Wilson." Sie nimmt einen größeren Schluck. "Schmeckt gut. Was ist da drin?"

"Geheimrezept." Wilson beginnt, die Theke zu putzen- neben dem Gläserpolieren seine Lieblingsbeschäftigung.

Anne zuckt mit den Schultern. Den Drink in der Hand wandert sie durch den Salon. Da die Ecke, wo normalerweise die rauchenden Herrschaften bei einer guten Pfeife die neuesten technischen Errungenschaften diskutierten. Hier der Tisch, wo sich die Damen Ratschläge zur Aufbesserung ihrer Garderobe geben. Garry kommt beim Grammophon an und wendet die inzwischen ausgespielte Platte. Erneut ertönen traurige Saxophonklänge. Und überall einsam stehende Sessel mit kleinen Tischchen- es gibt viele Einzelgänger hier. Oh- und der Sessel da steht direkt hinter einer Grünpflanze. Das sollte man mal ändern.

Sie gelangt an die Karte des Schiffes, die Verirrungen vorbeugen soll. Was nicht hundertprozentig klappt, man hört immer wieder, dass einer der Mitreisenden als vermisst gemeldet wurde. Kein Wunder- die HMS Anastasia ist riesig. Überdimensional, im wahrsten Sinne des Wortes- es gilt als Tatsache, dass es hier mehr als nur die ersten drei Dimensionen gibt. Andernfalls könnte man diese Masse an Fahrgästen in den beiden Passagierdecks schlicht nicht fassen. Es gibt offiziell zwei weitere Dimensionen, nämlich back- und steuerbord, um Kabine in Kabine in Kabine verschachteln zu können.

Man munkelt jedoch auch von einer sechsten Dimension, von einem verrückten Tüftler (von denen es hier wahrlich nicht mangelt) versehentlich erschaffen- oder hat er lediglich den Zugang geöffnet? Es heißt, seitdem gebe es ein drittes Deck. Eine dritte Etage. Niemand weiß, wie man da hin gelangt, aber ab und zu gelangt etwas von dort zu uns- ein Fläschchen mit Aether, der geheimnisvollsten Substanz der Welt (niemand weiß, was genau es ist, nur, dass es irgendwie wichtig ist). Ein seltsames Tier mit Hasenohren, Gemshörnern und Elsterflügeln, das sich nicht einfangen lässt. Ein Kugelblitz.

In Gedanken versunken starrt Anne auf die Karte, ohne etwas zu sehen. Dieses Thema hat sie nie wirklich losgelassen. Jeder hatte davon gehört, vom Freund eines Cousins vom Bekannten des Bruders. Ein drittes Passagierdeck, hier, auf der Anastasia. Wer dort wohl wohnen mochte...

Sie schreckt auf, als Wilson beim Durchlaufen des Salons gegen einen Tisch stösst. Er will die letzten stehen gelassenen Gläser einsammeln. Annes Blick erfasst leere Sessel, offen liegende Bücher, halbvolle Gingläser, kalte Aschenbecher. Und dann fasst sie den Entschluss:

Wenn es eine dritte Etage gab, würde sie sie dieses Wochenende finden. Genau! Schluss mit dem Trübsal Blasen! Schluss mit dem Frusttrinken!Sie hat schliesslich alles, was sie braucht: Petrlollampe, Stilett, Notitzbuch den Damenkarabiner ihrer Grossmutter... da kann kommen was will!

... vielleicht nicht alles was will. Anne denkt da an Geschichten von Riesenkraken, mechanischen Spinnen und Guhle. Sie erschaudert. Trinkt das Glas in einem Zug leer.

Und macht sich auf die Suche nach weiteren Zurückgebliebenen, die einer Abenteuersuche nicht abgeneigt sind. Mal sehen, wer sich so finden lässt...

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Ja so ein kleines Abenteuer an Bord .. Warum auch nicht :)

Ha, da ist ja der Thread - ich werde Eurer gedenken im Luxemburg und hoffe, doch mal dazwischenmendeln zu können. Im Herzen und Hirn habe ich Euch alle dabei, ich wünsche Euch viel Spaß!

 

 

Anne fand einen Zettel in ihrer Kajüte, den jemand auf ihr Bett gelegt haben musste. Darauf stand:

 

"Aus den Weiten Europas, in einem kleinen nur von Banken lebenden Land, fern der normalen galaktischen Dimensionen, grüßt ein Zeitreisender die in der Anastasia Verbliebenen, Doc Verymad. In diese unbekannte Dimension lädt er die übrigen Reisenden ein, die nicht in der normalen Dimension mitmischen können. Wie wird der Weg zu finden sein? Nun, ein erster Schritt führt immer in die Bar. Dort gibt es seltsame Spiegel an unsinnigen Stellen, merkwürdige Geräte zum Öffnen von Flaschen, die Formen haben, die keinen Sinn ergeben, abartige Getränkemischungen, die noch keine Seele gekostet hat - all dies, in der richtigen Kombination, lädt ein zur Reise in die neue Dimension. Ich wünsche allen viel Glück beim Ausprobieren *grinst sardonisch* - Trauen Sie sic,h in die neue Dimension, lernen Sie von mir und mich das Fürchten!!!"

Doc Damyrev"

 

Oh, schön geschrieben, Werte Gargoyle, ich werde ebenfalls auf dem Luftschiff verweilen, auch wenn es nur lauschend aus dem hinteren Abteil ist :)

Hochachtungsvoll,

Dr. Mechanikus Squelver (Mech)

Jau, treffen wir uns an der Bar.

Bestellen Sie mir doch bitte schon mal einen Southern Sunrise.

Hochachtungsvoll

Eusebius van den boom

Die Kabinentür Nr. 88 geht auf und Elrik tritt in rotem Morgenrock auf den Gang. Er öffnet die kleine Luke am Fenster die ihm etwas Frischluft beschert und den bald aufsteigenden Duft seiner Lieblingspfeife aufnehmen wird. Es ist noch etwas schummrig draussen und der Nebel unter dem Luftschiff lässt keine Schlüsse zu, wo wir uns gerade befinden.

Elrik genießt die Ruhe am Morgen ... Ruhe, seltsam, denkt er. Normalerweise sollten doch schon mehr Passagiere auf den Beinen sein ... die Herren Tüftler rämpeln ihn doch sonst jeden zweiten Tag mit ihren Kisten und Manuskripten an. Heute, ... nichts.

Er stopft seine Pfeife nach, zieht die Kabinentür ins Schloss, strafft die Haltung und will sich auf die Suche in die Bar begeben (dort wird ja noch oder schonwieder gefeiert), "wo sind denn nur alle!" murmelt er vor sich hin.

Die Gänge sind noch dunkel, nur vereinzelt erhellt eine einsame Petroleumlampe einen kleinen Lichtkreis. Elrik schreitet voran und sieht in fünf Quergängen vor ihm eine junge Dame mit vorgehaltener Lampe seinen Weg kreuzen. Sie ist so vertieft, dass sie ihn garnicht warnimmt und einfach weiter schleicht. Ja, sie schleicht, fällt Elrik auf. Was geht hier vor, gibt es ein dunkles Geheimnis an Bord, welches gelüftet werden muss? Hängt diese junge Dame mit in dieser Verzwickung, das alle Passagiere unverhofft das Schiff verlassen haben?

Elrik beschleunigt seinen Schritt und versucht die Dame einzuholen. Er erreicht den richtigen Gang, springt um die Ecke, will schon einen Ruf ertönen lassen – und, nichts ... sie ist nicht zu sehen.

Der dunkle Gang vor ihm ist bestimmt 20 Meter lang, sie kann doch nicht ein fach so ...

Was geht hier vor, narren mich meine Sinne? Sollte ich die Whiskysorte wechseln?

Nun denn, wer nicht wagt, der nicht entdeckt ... oder so ähnlich! Elrik schaltet seine Suchlampe am Zylinderokular ein und folgt der geheimnisvollen Dame in die Dunkelheit ...

Etwas verwirrt starrt Anne auf den Zettel. Wie zum Kuckuck ist der jetzt hierhergekommen? Verymad- offenbar jemand, der sich bereits mit den Dimensionen der Anastasia auseinandergesetzt hat. Und wahrscheinlich schon eine Menge herausgefunden hat. 

Sie liest die Nachricht nochmals. Die Bar? Hm, da war doch ohnehin der Treffpunkt der Abenteuerlustigen Gruppe, die sich bis jetzt zusammengetan hatte. Sorgsam faltet sie das Papier wieder zusammen und steckt es in ihre Ärmeltasche. Dann wendet sie sich dem uralten Schrank zu, wo sie ihre Habseligkeiten aufbewahrt.

Der kurze Karabiner lehnt an der Schrankseite. Sie zieht ihn aus dem Holster, das sich mit drei Gurten an den Rücken schnallen lässt. An einem dieser Riemen ist auch die Patronentasche mit dem Familienwappen der Garouilles: Ein grimmig blickender, geflügelter Mann mit Ziegenbeinen, kniend von der Seite. Anne ist nie richtig schlau daraus geworden.

Eine kurze Überprüfung zeigt, dass sie unbedingt wieder Patronen besorgen müsste. Aber darüber mag Anne sich gerade keine Gedanken machen. Sie steckt die Waffe ins Holster und zieht sie dann einmal probehalber. Sie kann sie auf diese Weise innert Sekundenbruchteilen schussbereit haben. Allerdings ist es mit ihren Schiesskünsten nicht allzu weit her. Naja, was solls?

Die Scheide des Stiletts am Unterschenkel. die Lampe in der Hand verlässt Anne ihre Kabine und macht sich auf den Weg zurück zur Bar. Sie passiert die Dimensionsschleuse- diese versichert den gefahrlosen Übergang in eine andere Dimension- und ist nun im ersten Deck, achte Abteilung. Der Salon lieg vorne im Bug des Schiffes. Anne erschrickt ziemlich, als vor ihr ein Herr in rotem Morgenrock zügig den Gang hinab geht. Er will um die Ecke biegen, bleibt dann aber ganz plötzlich überrascht stehen... was ist da los?

Anne beschliesst, den Herrn zu fragen, als dieser bereits ein Licht angeschaltet hat und weitergegangen ist. Als sie den Seitengang erreicht, ist dort aber niemand mehr.

Das kann doch nicht sein! Vorsichtig leuchtet Anne mit ihrer Laterne in die muffige Düsternis. Soll sie...? Als die Ratte am Rande des Lichtkreises vorbeihuscht, dreht Anne sich um und eilt, so schnell es die Eleganz erlaubt, Richtung Salon.

Wunderschön getextet wie Poesie in meinen Ohren! Hut ab!

Auch ich genieße ein wenig die Ruhe und vertiefe mich in Gedanken über neue Maschinen und Reisen.

So eben kam mir eine neue Idee von einem kristallgeladenen Repetiergewehr...den geheimnisvollen Kristall habe ich kürzlich von einer Reise mitgebracht...Moment...der muss doch hier irgendwo...mmh wo habe ich ihn denn jetzt...in Ordnung! Ich begebe mich sofort auf die Suche bevor sich die Idee womöglich noch verflüchtigt. Bis später, die daheimgebliebenen Damen und Herren.

Jetzt bin ich ENDLICH auf die Anastasia gestoßen, habe ein Billet erworben und nachdem ich mich nun die völlig neue Situation erfasst habe und zaghaft die ersten Schritte in diese faszinierende Welt tun möchte- sind alle weg!

Beim guten Gott- wie konnte das denn passieren? Wo sind alle hin? Etwas ratlos sitze ich in meiner Kabine, mein geliebtes Exemplar der "20.000 Meilen unter dem Meer" auf dem Schoß und betrachte das leichte Flackern der Petroleum-Leuchte.

Eilige Schritte auf dem Flur nähern sich und entfernen sich wieder- und wecken mich aus dieser Gedankenstarre. "Los Traudl, beende diesen Trübsinn und schau, ob es noch Leben gibt an Bord. Vielleicht findest Du jemanden, der Dir die Backbord- und Steuerborddimension wenigstens erklären kann" versuche ich mir selbst Mut zu zu sprechen. Auch wenn Schüchternheit kaum meinen Charakter zeichnet, benötige ich doch eine gewisse Zeit, um in einer neuen Umgebung warm zu werden. Und das Gefüge der Anastasia und ihrer schillernden Reisegesellschaft sind eine wahrlich neue Umgebung von größerem Ausmaß.

Um so wichtiger, sich nun ein zu leben! So ich niemanden finden sollte, mir die 4. und 5. Dimension zu erläutern, kann ich mich diesen womöglich mit Hilfe eines Gläschens Absinth nähern.

Ich greife nach meinem Zylinder mit den kleinen Extras und aus einem Impuls heraus, stecke ich den etwas verschärften Brieföffner an den Stiefel- was lediglich nach weibischem Zierrath anmutet, ist mir ein teures Stück Sicherheit.

Ich trete aus dem Zimmer, wie immer muss ich kurz überlegen, ob ich meine Schritte rechts herum oder links herum lenken muss- und an der nächsten Biegung drehe ich um, da ich wieder zunächst falsch lag.

"Orientierungssinn einer Toten Brieftaube- und jetzt noch zwei Dimensionen extra. Das kann ja heiter werden....." Wider Erwartens treffe ich jedoch ohne weitere Irrungen auf den Salon, wo Wilson wie gewohnt die Theke wischt.

"Uff", sagt Annabelle Rosenherz, und lässt sich in ihren Liebelingssessel fallen. Sie war froh, wieder da zu sein, nachdem sie den Luxemburgschen Dampflokomotivbahnhof notgedrungen verlassen musste. Manche Dinge können einfach nicht so lange dauern, wie man das gerne hätte. Sie entflocht ihre lila Pietsche und wollte sie auf das Tischchen neben sich legen, aber wo war es? Jemand hatte es weggerückt!? Sie holte es wieder heran und entledigte sich all der Utensilien, die sie immer mitnahm, wenn sie sich aus dem Rauchersalon herauswagte. Der Kompass, das Fernglas, die kleine Pistole, das Täschchen mit den Reagenzgläsern und nicht zuletzt ihre Taschenuhr. Es war noch immer still auf den Gängen, wo sonst um diese Uhrzeit Getümmel herrschte.

Es war schön gewesen, in Luxemburg. Sie hatte einige Menschen kennengelernt, eine Unstimmigkeit bereinigt und viel gelacht. Nun wurde es wieder Zeit für ihre Kabine und die Schreibmaschine.

Aber dann betraten alte und neue Gesichter den Salon, und an Klausur war vorerst nicht zu denken.

"Verdammt, alles muss man selbst machen! Sogar der verfluchte Barkeeper scheint abgehauen zu sein!", brummelt van den Boom vor sich hin. "Na, zum Glück hat er die Pullen nicht mitgenommen." Er geht hinter den Tresen, sucht sich ein schönes großes Glas heraus, pustet lässig hinein und wischt noch einmal mit dem Tuch über den Rand. Er macht sich auf die Suche nach den Ingredienzien, die für seinen Lieblingsdrink vonnöten sind. Der Southern Comfort ist schnell gefunden, Grenadine und Zitronensaft finden sich im Kühlfach der Bar, aber weit und breit keine Orangen. "Verdammtnocheins, nicht mal frische Apfelsinen in diesem Saftladen!" Er geht in die Hocke und findet in einer Ecke unter dem Tresen eine dieser neumodischen Saftkonzentratspackungen. Na egal, das wird schon!

Er gibt einige Eiswürfel in einen Shaker und kippt einen Schuss Southern Comfort darauf. Der Rest Grenadine fließt zäh und äußerst langsam dazu, nun noch einen Spritzer Zitronensaft und ab geht die Post. Wie gut, dass er auch mal als Barkeeper gearbeitet hat. Wann war das nochmal? Nach der Glasbläserei und vor dem Kinderheim? Na, egal, was soll´s! Die gut durchgeschüttelte Mischung seiht er in ein Cocktailglas ab. Aus der Packung fließt dieses seltsame Orangensaftsurrogat hinzu. Schön aussehen tut´s ja. Er nippt einmal kurz daran, verzieht leicht das Gesicht und kippt nochmals einen guten Schuss Comfort darüber. Die erneute Verkostung bestätigt: "Besser, aber nur marginal, als hätte ich es nicht geahnt!"

Gerade in diesem Moment öffnet sich die Bartür.

... aus der Bartür, in den Salon sprang - oder sollte ich sagen, wurde geworfen - ein komischer Kauz. Der rote Morgenmantel war falsch herum angezogen, der Zylinder war ebenso rückwärts auf dem Kopf und aus den Ohren schien Rauch zu steigen. Er flog sechs Meter durch den Raum und landete genau auf dem roten Ledersofa, welches in der Ecke stand.

"Potzblitz, was geht hier vor?" rief er. "Du meine Güte, wie seh ich aus?" Verwirrt sah er sich im Raum um, die Tür begann sich langsam zu schließen und doch konnte er erkennen, dass hinter der Tür kein Gang, wie normalerweise, sondern ein rotierendes schwarzes Loch war, welches sich langsam zu schließen begann. "Ist das ein Portal, durch das ich gerade gefallen bin?" fragte Elrik sich selbst? "Ich kann mich nur an den dunklen Gang erinnern, dann die misteriöse Frau ... und dann dieser Pfeifton. Danach wurde es dunkel ..."

Elrik schüttelte den Kopf und begann sich verlegen seiner Kleidung zu entledigen und sie richtig herum anzuziehen ... wie peinlich, dachte er ... und erspäte an der Bar den Herren van den Boom. Mit hochrotem Kopf begab er sich in seine Richtung und begrüßte ihn aufgeregt, mit den Worten:" Ein Glück, dass ich Sie treffe, Sie haben ja keine Ahnung, was mir passiert ist ... mixen Sie mir bitte einen Doppelten, von dem, was auch immer Sie da trinken?"

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