Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Sehr geehrte Mitreisende, geschätzte Botaniker!

Angeregt von den vielen und sehr schön anzuschauenden Biotopen, habe ich mich auch einmal an solch einem Exemplar versucht.

Eine erst kürzlich erstandene Deckenlampe, wurde von der Führungsebene nicht mehr in den engeren Kreis einbezogen, die eigenen Wohnlandschaften mit ihren heimeligen Lichte zu erfreuen.

Da ihr nun die Verbannung in die hintersten Ecken des Dachboden drohte, wo sie dann sicherlich bis in alle Ewigkeit ihr armseliges Dasein verbringen müsste, entschloss ich mich, diese Prachtexemplar in den Fundus der Gosenbacher-Werkstatt zu überführen.

Die Lampe wurde dann auch bald in alle ihre Einzelteile zerlegt und ihrem neuen Zweck endsprechend wieder zusammen gesetzt. Da es sich um eine, per Gegengewicht in der Höhe verstellbare Konstruktion handelte, blieben jede Menge Teile für weitere Exponate unberührt. Ein erfreulicher Nebeneffekt, wie man meinen könnte! So einen Kronenleuchter hat man eben nicht jeden Tag in der Werkstatt.

Die Arbeit ging recht schnell voran.

Da kein passender Schalter zur weiteren Verwendung zur Verfügung stand, wurde aus den vorhandenen Kleinteilen ein neuer Kippschalter zusammen gebaut. Der Griff dafür, stammte übrigens mal von einer breiten Fischgabel, welche über mehrere Jahre hinweg als Grabschaufel in unseren Blumentöpfen ihr Unwesen getrieben hat. Der Zusammenhalt zwischen Metallteil und Holzgriff hatte sich in dieser Zeit immer mehr gelöst und so fanden diese Teile schnell den Weg in die Gosenbacher-Werkstatt.

Die fünf Glasbehälter wurden aus 100W Lampen gewonnen. Die Entleerung der Gläser gestaltete sich doch schwieriger, als vermutet. So landeten dann doch 3 Glasbehälter unwiderruflich im Müllcontainer. Die Glaswand ist bei diesen Glühlampen wohl besonders dünn geraten, so dass man schon beim eindrehen in die Fassung irreparable Schäden hervorrufen kann.

Jede einzelne Glühlampe wurde mit 3 LED´s bestückt. Der Lichteffekt, der nun von der Lampe ausgeht, lässt die vergangene Fummelei auf engstem Raum schnell in Vergessenheit geraten.

Die Stromversorgung wird über einen 5V Trafo realisiert. Dieser ist  unter der Standplatte fest verbaut und somit sicher vor jedem Zugriff. Die im Bild sichtbaren "offenen " Kontakte sind also keinerlei Gefahr für den Benutzer!

Als kleine Abwechslung für den Betrachter, ist einer der Glaskolben mit einer gefärbten Flüssigkeit gefüllt. Hier haben dann auch noch ein paar Schnecken und Muscheln, vom letzten Karibikurlaub, ihre letzte Bestimmung gefunden. Eine kleinen Mücke hat sich dann auch noch dazu entschlossen, den Betrachter freundlich entgegen zu schauen.

Nicht zuletzt ist es diesem kleinen Getier zu verdanken, dass es immer mal wieder zu dem wohlbekannte "Wow-Effekt" seitens der Betrachter kommt.

Auf eine "echte" Bepflanzung wurde bewusst verzichtet, da die Zerbrechlichkeit der Glaskolben dieses Vorhaben nicht sehr sinnvoll erscheinen lassen. Ein Augenschmaus ist es dennoch geworden.... so die einheitliche Meinung der vielen Besucher der Gosenbacher-Werkstatt.

In der Hoffnung, ihnen wieder ein Kleinod aus der o.g. Werkstatt vorgestellt zu haben,

welches auch ihre Zustimmung gewinnen könnte, verbleibe ich bis zum nächsten Mal

Hochachtungsvoll

Ihr

Baltasar von Grimm

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Antworten auf diese Diskussion

Werter Herr von Grimm,
ich bin verblüfft und begeistert zugleich. Gut, daß ich mir den Platz in der ersten Reihe gesichert habe. Da wird der Earl Grey in der Tasse kalt, aber erst muß ich Ihr neuestes Werk ausgiebig in Augenschein nehmen. Da hat die Lampe in der Tat Glück gehabt!
Hochachtungsvoll
Elisabeth Freifrau von Reitemeye

Werter Herr von Grimm,

Sie haben diesen Kronleuchter nicht nur vor dem Dachboden gerettet, sondern, wenn ich das mal so sagen darf, sogar noch erheblich verbessert! Sie sieht toll aus! Exzellente Arbeit, meinen Glückwunsch!

Viele Grüße

Ihre Puigiel

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