Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Werte Damen und Herren,

wie ich den letzten Beiträgen in diesem Bereich entnehme, scheint die Begeisterung für Kryptozoologie und -Archäologie ja unter Ihnen ausgebrochen zu sein. Was man da alles sieht: mumifizierte Feen und Elfen, mutierte Skelette und geschossene Wolpertinger! Ihre Funde faszinierten mich und so habe auch ich mich auf Expedition in die Tiefen des Stadt-Dschungels begeben um seltene Tiere aufzuspüren. Hier sehen Sie ein Foto meiner Selbst kurz vor dem Aufbruch.

Wie Sie sehen, bin ich für alles ausgerüstet ;)

Allerdings sind mir die Tiere lebendig lieber und genügend Schädel stehen bei mir auch schon rum, deshalb war ich darauf bedacht eventuell auftauchende Individuen im lebenden Zustande zu fangen (ganz ähnlich dem derzeit grassierenden Spiel, auch wenn ich zu diesem Zwecke nicht mit Bällen geworfen habe).

Nach langer Suche wurde ich erfolgreich und es gelang mit mithilfe einiger Leckereien dieses entzückende Exemplar der Art Gryphus Europaeus zu mir zu locken. Mit einiger Überredungskunst (und noch mehr Leckereien) konnte ich es dann überzeugen auf meinem Arm Platz zu nehmen und mich nach Hause zu begleiten. Dort gefällt es ihm anscheinend so gut, dass es geblieben ist.

Es scheint sich bei diesem weiblichen Exemplar um eine Zwergform zu handeln, denn bis jetzt ist sie noch nicht gewachsen und hat auch jetzt noch eine Flügelspannweite von ungefähr 60 cm und eine Länge von Kopf bis Schwanzspitze von ca 35 cm.

Ich habe sie Elsa getauft.

Wie Sie unschwer erkennen können, zeigt dieses Exemplar eine ungewöhnliche Färbung: das Vorderteil einschließlich der Flügel ist weiß mit blauen Akzenten, das Fell geht dann aber in ein wesentlich unauffälligeres braun-grau über. Tatsächlich stellte ich fest, dass das Weiß begann sich auszubreiten, fast so, als würde Elsa "einfrieren". Zum Glück konnte der blaue Kristall, den ich glücklicherweise noch in meiner Sammlung hatte, den Prozess stoppen, sodass ich nicht befürchten muss, dass sie eines Tages eine Eis-Skulptur ist.

Von oben sieht man auch die schöne Zeichnung der Flügel. Auf diesem Untergrund ist ihr hinterer, natürlich gefärbter Teil, so gut getarnt, dass er fast nicht mehr zu erkennen ist. Ein weiteres Indiz dafür, dass die Weißfärbung des Vorderteils nicht natürlichen Ursprunges ist.

Ich habe Elsa jetzt bei mir zuhause einquartiert und aufgrund ihrer geringen Größe ist sie ein angenehmes Haustier. Sie ist zutraulich und verschmust, auch wenn man auf ihre scharfen Krallen und den Schnabel achten muss. Wenn ihr etwas nicht passt, kann sie ganz schön zwicken, aber zum Glück ist sie nicht oft übel gelaunt.

So, damit möchte ich meinen Bericht beschließen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Puigiel Gwainbenn

Tags: Greif, Kryptozoologie

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Antworten auf diese Diskussion

Hochverehrte Frau Puigiel Gwainbenn!

Was für eine wahrhaft abentheuerliche Schilderung Ihres Beutezuges. Mit vor Staunen offen stehendem Munde las ich die Kunde über dieses phantastische Wesen. Neben dem Aussehen des Gryphus Europaeus selber, bin ich von Ihrer Schilderung der sanften -Fangmethode" überaus angethan. und hoffe, dass Ihnen dieses Geschöpf namens "Elsa" nocht recht lange gewogen bleibt.

Chapeau für die wundervolle Kreation

Ihr ergebener Aeon Junophor

Werte Frau Gwainbenn,

Ich sehe, Sie schrecken vor gar nichts zurück, und sind für alles vorbereitet. Gut ausgerüstet, physisch und mental, das scheint Ihre Zauberformel zu sein, um ein solches, noch nie gesehenes Exemplar aufzuspüren. Ihr Abenteuer ist geglückt, und ich hoffe doch, dass Sie meine Zeilen in unversehrtem Zustand erhalten und lesen können. Danke auch für die Lichtbilder von Elsa, die ja sehr hübsch geworden sind.

Respekt, Respekt zu Ihrem Aufspürsinn und Ihren Lockmethoden, aber vergessen Sie nicht, zur gegebenen Zeit eventuell nach einem männlichen Pendant dieser Gattung Ausschau zu halten. Elsa wird es Ihnen durch ihre uneingeschränkte Zuneigung ganz bestimmt zu danken wissen.

Und fast hab ich's vergessen: Gryphus Europaeus würde dann Gott sei Dank nicht aussterben.

Mit ehrerbietenden Grüssen

Baron Christian von Helvetien

wissen.

Der Greifen natürliches Habitat

ist selbstverständlich der magische Staat.

So nimmt es kaum Wunder, dass wir diesen Tieren

so selten begegnen in uns'ren Quartieren.

Doch Lady Puigiel hat nun tatsächlich geschafft

was ein Mann niemals hätte fertig gebracht:

sie lockte ein Greifenfrollein in ihr Boudoir;

dort fühlt es sich wohl, und eines ist klar:

an typisch "verseuchte" Männer-Höhlen

könnt' ein Greifenfrollein sich niemals gewöhnen!

Heiliger Hammerhai,

da ist man mal ein "kurzes halbes Jahr" mit den häßlichen Gesichtern des Lebens beschäftigt und dann kommt man zum Lustwandeln hierher zurück und findet solche Kunstwerke!

Ich bin begeistert!

Werte Herren, werte Lady Désirée

vielen Dank für die netten Worte!

Ich denke durchaus, dass Elsa mir noch länger gewogen bleibt, hat sie doch einen herrlichen Platz ganz für sich allein in einer hölzernen Hand (mit Ausblick!)

Ob ich allerdings zwei von der Sorte und dann noch Männchen und Weibchen in meiner bescheidenen Bleibe unterbringen kann... Ich schätze, sollte mir noch ein männliches Exemplar begegnen, muss ich sie ausquartieren!

Werter Herr Brass, Ihr Gedicht ist ja allerliebst! Eine typische Männer-Höhle... Mm, da bin ich mir gar nicht so sicher, ob meine Behausung als typisches Fräulein-Zimmer durchgehen könnte ;) Vermutlich muss die gute Elsa mit einigem auskommen.

Lady Désirée,

ich komme leider auch zu nichts. Elsa ist schon länger bei mir und hat nur eine Überholung in Richtung Federn über sich ergehen lassen. Leider bin ich auch nicht so aktiv, wie ich es gerne wäre!

Mit vielen Grüßen also von mir

Puigiel Gwainbenn

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