Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Verehrte Mitreisende,

beim letzten Flohmarktbesuch konnte ich an der Replika eines sogenannten Candlestick-Phones nicht vorbeigehen. So wechselte dieses Stück für einen schmalen Taler den Besitzer. Hörer und Gabelumschalter bestanden aus Plastik und wurden daher rasch entfernt. Stattdessen nimmt jetzt eine Edison-Glühlampe diesen Platz ein. Damit selbige nicht gar so hell leuchtet, wurde im Fuß dieser Anordnung noch ein entsprechender Kondensator untergebracht. Das ehemalige Telefon verbreitet jetzt ein wunderbares Licht und der "elektrische Mensch" freut sich. Warum nun das Arrangement mit der Teslaspule? Nun, die Leuchte nahm sich auf dem Foto erst sehr einsam aus und die Spule stand grade daneben...

Hochachtungsvoll grüßt aus dem Elektricitätslabor,

Peregrinus E.

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Sehr geehrter Herr Peregrinus Electrophous,

die Lampe ist Ihnen gut gelungen. Durch den Kondensator hat die Lampe ein angenehmes Licht.

Was mich aber auch interessiert ist die kleine Teslaspule die sich da so hinten im Bild eingeschlichen hat.

Ist dies eine "umgebaute" Klingel mit angeschlossener Teslaspule ? 

Vielleicht können Sie uns ja dazu auch was berichten ...

Hochachtungsvoll

Ing. Duerr

Und wieder kann ich Sie nur um Ihre elektrischen Fähigkeiten und Ideen beneiden!

Irgendwann muss ich mal Ihre Werkstatt besichtigen und Ihnen ein wenig über die Schulter schauen...

Hochachtungsvoll,

Friedrich Graf von Reichenhall 

Werter Herr Electrophous

Sehr schönes Zusammenspiel, Ihre Komposition. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, wäre ich sehr an der Schaltung mit dem Kondensator interessiert, weil auch ich gerne einige meiner Projekt mit mehr gedämpften Licht bestücken möchte.

Danke für Ihren Beitrag

Mit lieben Grüßen

Stuart M. Bilcock (Captain Nemo II)

Sehr geehrter Herr Ing. Duerr,

bei der Teslaspule im Hintergrund handelt es sich tatsächlich um ein Artefakt des vorigen Jahrhunderts, datiert auf den Dezember 1947. Dieser Teslagenerator war seinerzeit als Lehrmittel an einer Universität im Einsatz. Zur anschaulichen Demonstration des elektrischen Feldes bzw. der Spannung verwendete man dann zusätzlich noch eine kleine Geißlerröhre und eine Glimmlampe. All diese Gerätschaften sind glücklicherweise noch vollständig erhalten. Wenn Sie gestatten, würde ich dazu einen separaten, bebilderten Eintrag verfassen.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen von der Förde!

Peregrinus E.

Werter Herr Bilcock,

es handelt sich um eine Reihenschaltung von Kondensator und Glühlampe. Hier wird der sogenannte kapazitive Blindwiderstand des Kondensators benutzt, um den Strom durch die Glühlampe zu reduzieren. Da jedoch kein Stromfluß im eigentlichen Sinne stattfindet, sondern eine stetige Ladung und Entladung des Kondensators, erwärmt sich dieser nicht. Der für die gewünschte Helligkeit der Glühlampe erforderliche Kondensator läßt sich mit der "Methode des unbekümmerten Probierens" schnell ermitteln. In der abgebildeten Lampe kam ein Wert von 2,2µF zum Einsatz. Der Kondensator muß unbedingt die erforderliche Spannungsfestigkeit aufweisen (Brandgefahr bei Durchschlag)! Da direkt mit der Netzspannung gearbeitet wird, ist ein isolierter Einbau Pflicht, da die Geschichte ansonsten tödlich enden könnte!

Mit den besten Grüßen,

Peregrinus E.

Werter Herr Electrophorus

Vielen Dank für die Information. Damit kann ich etwas anfangen.

Liebe Grüße

S.M.Bilcock

Werter Herr Peregrinus E.

Ein wunderbares Ensemble! Sehr schön und harmonisch umgesetzt.
Ich sende Ihnen einen herzlichen Gruss aus meinem Laboratorium.

Ihr Dan Aetherman

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