Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Liebe Mitreisende,

was macht man mit alten 15´´ TFT Monitoren?

Klar, weiter verwenden. Diesmal mit meinem Lieblingscomputer dem Rapspberry Pi.

Auch hier kein neues Modell, sondern ein RasPi der Generation 2. Für die hier gezeigte Verwendung, völlig ausreichend.

Gerade die alten TFT Monitore, habe ein robustes und gekapseltes Innenleben.

also wird der TFT Monitor erst einmal "geschlachtet".

Dann die hintere Abdeckung los geschraubt.

Dieser Monitor wird mit 12V Betrieben. Die Netzteile sind, in der Regel, so stark, dass sie die 1,5 Ampere für den RasPi locker liefern können.

Die 12V werden also abgezapft und über einen Schaltregler dem RasPi zur Verfügung gestellt.

Vorher werden noch die Stehbolzen zur Befestigung des RasPi und andere Bauteile montiert.

RaspPi und die Bedieneinheit des Monitors werden von hinten montiert. Der Schaltregler versteckt sich unter der Abdeckung.

Hier zwei Varianten, mit RaspPi und RaspPi Zero.

Die meisten TFT dieser Generation, haben nur einen VGA Anschluss.

Mit einem Adapter, wird das HDMI - Signal aus dem RaspPi nach VGA konvertiert. Bei dem rechts abgebildeten Monitor wird das Audiosignal aus dem Adapter in den Monitor - eigenen Verstärker geführt. Die beiden Taster am RaspPi, am rechten Monitor dienen dem korrekten herunterfahren des Gerätes. davon aber später mehr.

Nun noch etwas Holzarbeit, etwas Arbeit mit der Fräse, Belegmetall, Beizen und Farben und der Rahmen ist fertig. Hier lassen sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Ein Tip, das Belegmetall kann gut verschrumpelt und mit Beize gealtert werden.

Die Kordeln sind mit kleinen Nägeln befestigt.

Wie kommen nun die Bilder in den Rahmen?

Zuerst wird ein Film benötigt, der mit einem Standbild beginnt, in eine Bewegung übergeht und wieder in einem Standbild endet. Das ist wichtig, damit am Ende das Video wieder und ohne Ruckler anfangen kann.

So ein Video kann man selbst drehen.

Man baut sich eine Szene und filmt diese, als unverändertes Bild ca. 5min. Das ist die so genannte "Bufferszene". die kann man beliebig aneinander reihen.

Danach dreht man, in der gleichen Szene, wo etwas passiert. Wichtig ist, dass die Szene am Ende genauso aussieht wie vorher. Diese Szenen schneidet man dann beliebig hintereinander.

Wer sich das selber drehen sparen möchte, findet HIER passende Videos für ein paar Dollar. Die Seite ist auch sonst sehenswert.

Nun hat man also ein Video. Das müsste eigentlich endlos und ohne Ruckler abgespielt werden. Die bekannten Videoprogramme sind da großer Mist. Entweder, sie lassen endlose Pausen oder blenden irgendwelche Texte ein, die kein Mensch sehen will.

Aber, wie es in der RaspPi Szene ist, es gibt nichts, was nicht schon jemand programmiert hat.

Die Lösung heißt: Videolooper.

Der Nachteil, Sie müssen es selbst installieren.

Man sollte eine 8GByte SD - Karte mit dem neuesten Raspian light parat haben.

Wie Sie das bewerkstlligen finden sie auf der RaspPi Seite dort können Sie auch das aktuelle Image für den RaspPi herunter laden.

Die Installation des Videoloopers ist HIER erklärt. Ich empfehle den PI Finder zu installieren und damit die beschrieben Schritte durchzuführen. Der Pi sollte per Netzwerkkabel mit Ihrem Hausnetz verbunden sein.

So, nun haben wir einen tollen Bilderrahmen, sie können den Bilderrahmen jedes mal über den PI Finder herunterfahren. Aber dazu benötigen Sie einen Computer.

Einfachere wäre es, einen Knopf zu drücken und der Pi fährt selbsttätig herunter.

Das ist genau so einfach wie die Installation des "Loopers", wird auch im Terminal durchgeführt und ist HIER beschrieben.

Sollten sie Fragen haben, dann bitte fragen :-)

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

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Nachtrag....

Kaum ist etwas fertig, muss man es auch schon ändern.

Leider zeigte sich im Bild ein leichtes Flimmern.

Ich hatte schon Befürchtungen, dass das TFT einen defekt hat, aber es war nur der Spannungsregler.

Die Spannung war auf 4,2 V abgesackt. Damit der Regler besser zu justieren ist, habe ich ihn aus seinem Versteck her ausgeholt.

Ein Puffer Kondensator, sorgt für eine saubere Spannung.

Sehr geehrter Herr Steam,

Ich möchte Ihnen zu diesem Projekt meine Hochachtung ausdrücken. Die alten, fast ausgestorbenen Handwerke des Kunstschreiners und des Elektronikers vereint in einem Bild das mit einer Aura des Grauens in selbst der schönsten Folterkammer noch ein Blickfang wäre.

Mit besten Grüßen erlaube ich mir, mit Ihnen meinen bescheidenen Lötkolben zu kreuzen.
Kapitän Darius Cumulus

Sehr geehrter Herr Steam,

recht herzlichen Dank für diese ausführliche Anleitung und vor allem die eingebundenen Hinweise.
Diese Links haben mir schon einiges an Sucharbeit im Aether gespart.
Wie immer ist am Ende alles "ganz einfach", aber wenn ich mir die Bilder ansehe haben Sie schon einiges an Hirnschmalz hier investiert.

Bin schon ganz Neugierig dieses Artefakt auf der FARK in Live zu sehen.

Hochachtungsvoll

Ing. Duerr

Meine Verneigung, Herr Steam!

Idee und Ausführung sind exzellent. Auch für den Hinweis auf AtmosFX bin ich äußerst dankbar.

Hochachtungsvoll Ihr

Mechasteamiker

Danke die Herren,

Herr Cumuls, das Lötkobenkreuzen nehme ich gern an.

Kommen Sie zum Erfindertreffen? :-)

Hochachtungsvoll,

Horatius Steam

Nundenn, Herr Steam,
Ich nehme diese Herausforderung an, in dem Wissen Ihrer Kunstfertigkeit nur mit sehr viel Mühe Paroli bieten zu können.
Ich sehe dieses Datum als Ziel, eine erste, wenn auch sehr bescheidene, passende Garderobe zu besitzen. Gerne werde ich Arbeiten mit oilokanischen Insekten vorstellen.
Vielen Dank für die nette Einladung.
Mit Hochachtung,
Kapitän Darius Cumulus

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