Rauchersalon

Forum für Steampunk, Dieselpunk und Neo-Victorian

Werthe Mitreisende,

Neulich probierte ich ein Rezept für den oben genannten Kuchen aus meinem Koch- und Backbuch,

welches 1884 erschien (erste Auflage 1845).

Da es hohen Anklang fand, entschied ich mich dazu dieses Rezept nun mit euch zu Teilen.

Man benötigt:

6 Eier

375g Zucker

375g Weizenpuder oder Mehl

20g Anissamen (ganze, nicht gemahlen)

Je nach Geschmack etwas Vanille oder Muskatnuss

Vorgehensweise:

Zucker, Mehl, Anissamen, evt. Vanille oder Muskatnuss vermengen. Eier trennen.

Löffelweise die trockene Mischung in das Eigelb geben, nach jedem Löffel gut durchrühren.

Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Mischung in eine Form geben.

Ofen auf 180° Unterhitze vorheizen. 

Nach 5-10 Minuten backen den Ofen auf Ober-Unterhitze umstellen und 35-40 Minuten

bei gleicher Hitze weiterbacken lassen.

Eine Variante für Fortgeschrittene sowie ein Abschrieb des Originaltextes finden Sie hier:

http://missalicee.blogspot.de/2015/11/aniskuchen-nach-viktorianisch...

Man kann den fertigen Kuchen hervorragend mit etwas Puder bestreuen.

Dann sollte er etwa so aussehen:

Tags: Advent, Alice, Anis, Kuchen, Rezept, Weihnachten, viktorianisch

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Antworten auf diese Diskussion

Sehr geehrte Miss Alice,

dieser Kuchen sieht vorzüglich aus. Leider funktioniert die Geruchsweitergabe in diesem Forum noch nicht. Die Ingenieure sind bestimmt schon dabei hierfür eine Lösung zu finden .......

....... ja ich weiß selber backen behebt das Problem.

Vom Rezept erinnert mich dies sehr stark an einen Biskuit Teig aus unserem Hausrezeptbuch. 

Lassen Sie sich den Kuchen schmecken.

Hochachtungsvoll

Ing. Dürr

Werte Miss Alice,

Sie machen mich mit Ihrem Kuchen ganz nostalgisch!

Das Rezept ist zumindest sehr ähnlich zu dem, nach dem meine Oma selig immer Anisbrot gebacken hat. Sie hatte das Rezept aus einem uralten Kochbuch, in dem meine Urgroßmutter noch handschriftliche Notizen in Kurrentschrift hinzugefügt hat.

Der Kuchen war immer ausgesprochen lecker und noch heute gehört für mich zu Aniskuchen oder Anisbrot unbedingt ein Glas frische kalte Milch wie damals.

Sollte wider Erwarten etwas des Kuchens übrig geblieben sein, schnitt meine Großmutter das immer in fingergroße Stücke und buk es nochmals für etwa 10 Minuten. Das ergab unglaublich guten Zwieback.

Ach! Ich bin dann mal in der Küche!

Hochachtungsvoll,

Wilhelmine Wohlgemuth

Scheint lecker !

Und ich liebe dieses Buch, wobei meines ein wenig zerfleddert ist.

Nicht nur, dass man als Hausfrau lernt, wie man überhaupt eine wird, komplett mit bewährter  Speisekammer - nein, Frau Davidis berät u.A. auch beim Einkauf von Gusstöpfen und dem richtigen Einkochen Selbiger.

Ja, bei Mme  Davidis darf die Frau sich noch komplett in der Küche entfalten :-)

Ein schöner epochaler Einblick...

Mit simpler Physik übrigens (Wasser, Salz, Eisstücke aus dem Eiskeller)  wurde schon seinerzeit Speiseeis zubereitet, als Rezeptur ebenfalls in der Davidisischen Bibel zu finden.

Mein Favorit im Buche: die Waffeln.

Mein persönlich Begehr ist der Erwerb eines alten gusseisernen Waffeleisens, so wie es auch meinem Ahn noch aus der eigenen Kindheit in Erinnerung ist,  und zwar für die Kochringe meines altersadäquaten Patentgermanen (Kanonenofen), und hernach das Nachbacken der etwas aufwändigeren, aber sicher unvergleichlich knusperigen  Rezeptur.

Danke für die Erinnerung an dieses Vorhaben,

F.F.Faltenbalg

Vielen Dank für die Vorstellung Miss Alice,

nicht nur das es wohl am Wochenende Kuchen geben wird, auch habe ich mir grade besagtes Buch bestellt ;)

 

Herr Faltenbalg, ich muss Ihnen recht geben.

Waffeln aus dem gusseisernen Waffeleisen sind unvergleichlich. Wir haben glücklicherweise zumindest einmal im Jahr auf einem Geburtstag im Freundeskreis die Gelegenheit welche genießen zu dürfen. Die bereffende Person ist zufällig auch noch Ofenbauer und hat sein Eisen (ein Sperrmüllfund) auf den Brenner eines Badeofens gesetzt, was erstaunlicherweise perfekt passt. Eingefettet mit einem ordentlichen Stück Schwate macht dieses Eisen noch immer perfekte Waffeln und das Originalrezept ist sogar in das Eisen eingeprägt (was allerdings für 50 Personen ausgelegt zu sein scheint ...)

 

Ihr O. Funkenspotz

Glückwunsch zur Bestellung des Buches, Herr Funkenspotz,

und Badeofen ist ein trefflich Stichwort, weil universell einsetzbar ( der Ofen).

Ich berichte an anderer Stelle, um der charmanten Miss Alice nicht weiter ins betörende Wort zu fallen.

Mit freundlichem Grusse,

F.F.F.

Werte Miss Alice,

nun bin auch ich dazu gekommen, dieses wunderbare Rezept auszuprobieren. Meine Familie und ich sind sehr begeistert!

Ich bedanke mich fürs Hochladen.

Mit den besten Grüßen

Eleonora Flight

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